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Emlichheim Dem Erdöl Dampf machen

Der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent Wintershall hat in den vergangenen Jahren am Standort Emlichheim massiv in die heimische Erdölförderung investiert. Im Rahmen einer Bohrkampagne tragen zwölf neue Bohrungen dazu bei, die Förderung weiterzuentwickeln.

Derzeit fördert die 100-prozentige BASF-Tochter an der deutsch-niederländischen Grenze in Emlichheim rund 150.000 Tonnen Erdöl pro Jahr. Auf Grundlage der heutigen Berechnungen wird Emlichheim seinen Beitrag zur Versorgung Deutschlands mit Erdöl noch mehr als 20 Jahre leisten. Der Standort in der Grafschaft Bentheim zählt zu den traditionellen Produktionsstandorten von Winterhall in Deutschland und ist eine der ältesten deutschen Förderstätten. Das Unternehmen produziert dort seit 70 Jahren Erdöl auf konstant hohem Niveau – verglichen mit anderen Förderregionen der Welt, eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn das Öl in Emlichheim ist zähflüssig und damit schwierig zu fördern. Wintershall setzt dazu eine besondere Technik ein und macht dem Öl Dampf: Unter hohem Druck wird 300 Grad heißer Wasserdampf in die Lagerstätte gepresst. Das im Gestein festsitzende Erdöl erwärmt sich, wird dünnflüssiger und fließt leichter durch die Lagerstätte zu den Produktionsbohrungen.

"Wir gehen davon aus, dass dieser Standort auch in den nächsten 25 Jahren einen Beitrag zur Versorgung Deutschlands mit Erdöl leisten kann", sagt Horst Prei, Betriebsleiter in Emlichheim. Dabei helfen sollen zwölf neue Bohrungen , die Wintershall bis zum Sommer 2017 erfolgreich abgeteuft hat. Anfang 2018 hat Wintershall in Emlichheim außerdem die Grundlage für die Erschließung weiterer Erdölvorkommen in den nächsten Jahrzehnten gelegt. Eine moderne, hochauflösende 3D-Seismik , die Anfang März abgeschlossen wurde, ermöglicht Wintershall, neue Bohrungen an der deutsch-niederländischen Grenze zu planen.

Bohrkampagne Emlichheim Zwölf Bohrungen in einem halben Jahr

Wintershall wird die Erdölproduktion in Emlichheim im westlichen Teil des bestehenden Erdölfeldes ausbauen. Zwölf neue Bohrungen werden die Erdöllagerstätte, den Bentheimer Sandstein, in einer Tiefe von 700 bis 900 Metern erschließen. Von August 2016 bis März 2017 laufen die Arbeiten, bei  denen Wintershall die Bohrungen nacheinander abteufen wird.

MEHR ZUR BOHRKAMPAGNE IN EMLICHHEIM

Film ab!

In Emlichheim läutet Wintershall mit zwölf neuen Bohrungen die Zukunft ein. Bis 2040 und darüber hinaus soll weiter Erdöl an der deutsch-niederländischen Grenze produziert werden. Unser Film nimmt Sie mit auf den Bohrplatz und zeigt Ihnen wie wir bohren und Erdöl fördern.

Betriebsleiter Horst Prei über die neue Bohrkampagne

Horst Prei Emlichheim manager Wintershall

Wir gehen davon aus, dass dieser Standort auch in den nächsten Jahrzehnten noch einen wichtigen Beitrag zur Versorgung Deutschlands mit Erdöl leisten wird.

Horst Prei, Betriebsleiter Wintershall in Emlichheim

Herr Prei, was bedeutet die neue Bohrkampagne für den Standort?

Mit den neuen Bohrungen im Erdölfeld Emlichheim schaffen wir eine solide Basis für die kommenden Jahre. Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Aber dieses Projekt ist nicht der letzte Schritt. Unsere Projektpipeline ist voll mit Ideen für die kommenden Jahrzehnte.

Welche Ideen haben Sie für die Zukunft?

Wir prüfen beispielsweise, wie wir unsere Dampfflutanlage erweitern und die Produktion noch weiter stärken können. Die ersten Erkenntnisse hierzu sind sehr positiv. Aber was zu welchem Zeitpunkt wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von der Entwicklung des Ölpreises ab.

Wie würde sich die Erweiterung der Dampfflutanlage auf die Erdölförderung in Emlichheim auswirken?

Selbst bei einer Verdoppelung der Dampfproduktionskapazität hat Emlichheim noch immer mehrere Jahrzehnte an Erdölförderung vor sich. Das unterstreicht das Potenzial dieses Standortes. Und diese Zukunft wollen wir – bei allen Herausforderungen, die es bei dem aktuellen Ölpreisniveau gibt – gemeinsam gestalten.

Innovative Fördertechniken stärken Standort und Know-how

„Durch den Einsatz des Dampfflutverfahrens konnten wir die Förderung von rund 150.000 Tonnen Erdöl pro Jahr in Emlichheim stabil halten”, erläutert Volker Riha, kommissarischer Leiter Wintershall Deutschland.

In Emlichheim wird die anspruchsvolle Technik des Dampfflutens seit 1981 eingesetzt und konsequent weiterentwickelt. Dies ermöglicht die im internationalen Vergleich bemerkenswert lange Zeit der Plateauförderung. „Mithilfe der Dampffluttechnik in Kombination mit dem ebenfalls produktionssteigernden Verfahren der Horizontalbohrtechnik werden wir den Entölungsgrad der Emlichheimer Lagerstätte auf über 40 Prozent steigern”, erklärt Riha.

Innovative Techniken dieser Art gewinnen bei der Förderung von Erdöl und Erdgas mehr und mehr an Bedeutung.

Mit ihnen kann die Lebensdauer bestehender, älterer Ölfelder deutlich verlängert werden. Erdöl- und Erdgasfelder in Deutschland sind aufgrund der schwierigen geologischen Rahmenbedingungen nicht leicht zu erschließen. „Gegenüber Standorten im Ausland ist die Produktion in Deutschland oft nur mit erheblichem Mehraufwand und Spezialtechniken möglich“, erklärt Riha. Das Wissen, das Wintershall bei der Exploration und Produktion in Deutschland gewinnt, steigere die technische Kompetenz des Unternehmens und fließe auch in internationale Projekte mit ein.

„Denn durch die weltweite Steigerung des Entölungsgrades um nur ein einziges Prozent erhöht sich die Reservenreichweite der Welt um ein Jahr“, so Riha.

Schaugrafik zum Thema Dampffluten

Strom aus eigenen Quellen erhöht Unabhängigkeit

Wintershall versorgt seit einigen Jahren sämtliche Betriebe in Deutschland autark mit selbst produziertem Strom. Der größte Betrieb, der zur Stromversorgung der verschiedenen Standorte der Erdölwerke beiträgt, ist die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) in Emlichheim.

Gas, das bislang nicht wirtschaftlich genutzt werden konnte, wird zur Strom- und Dampferzeugung verwendet. Herzstück ist eine Gasturbine mit einer Leistung von rund 16 Megawatt, die einen Generator antreibt, der jährlich bis zu 45 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Wintershall hat 5,9 Millionen Euro in den Bau der neuen KWK-Anlage am Standort Emlichheim investiert. Gleichzeitig wird die Abwärme von über 500 Grad Celsius, die bei der Verbrennung von Gas zur Stromproduktion in der Anlage entsteht und bei herkömmlichen Anlagen verloren geht, zur Erzeugung von mehr als 100.000 Tonnen Wasserdampf im Jahr genutzt. Diesen benötigt Wintershall zur Ölförderung mit dem Dampfflutverfahren.

Kraft-Wärme-Kopplung ist mit Blick auf den sparsamen Einsatz von Brennstoffen und möglichst geringe Schadstoff-Emissionen eine der wirksamsten Formen der Energieversorgung. Viele internationale Studien heben den Ausbau von KWK-Anlagen als eines der zentralen Elemente zum Beitrag des Klimaschutzes hervor.

Während große Kraftwerksblöcke in der Regel lediglich Strom produzieren, lässt sich mit KWK-Anlagen neben Strom auch Wärme zum Heizen gewinnen – dadurch wird Energie doppelt genutzt. „Der Einsatz von Kraftwärme-kopplung ist in zweifacher Hinsicht gut. Er schont die Umwelt und stärkt unser wirtschaftliches Ergebnis“, sagt Horst Prei, Wintershall-Betriebsleiter in Emlichheim. 40 Prozent des in der KWK-Anlage erzeugten Stroms wird direkt im Ölförderbetrieb Emlichheim genutzt.

„Damit macht sich der Standort bei der Energieversorgung wesentlich unabhängiger“, erklärt Prei. Der überschüssige Anteil aus der Stromproduktion wird in das deutsche Stromnetz eingespeist.

Wintershall: 70 Jahre Erdölförderung in Emlichheim

In Emlichheim zeigen wir was Ingenieurskunst und verantwortliche Technologie leisten kann.

Martin Bachmann
Wintershall Vorstand Exploration & Produktion

Holleberger Moor Der Wandel einer Deponie zum Biotop

Beobachten, lauschen und die Natur auf sich wirken lassen – dazu lädt das „Holleberger Moor“ in Emlicheim ein.

Das Biotop schafft einen Lebensraum, den bestimmte Vogelarten immer seltener in Norddeutschland vorfinden. Auf mehr als 50.000 Quadratmetern ist in den letzten drei Jahren eine besondere Graslandschaft mit Wasserflächen und Kiesinseln entstanden. Zusammen mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim und der Naturschutzstiftung der Grafschaft hat Wintershall das Biotop angelegt. Der Standort des Biotops hat Geschichte. Dort wo heute Kiebitz, Wiesenpieper oder Flussuferläufer brüten, hat Wintershall früher eine Betriebsdeponie betrieben. Vor 15 Jahren wurde jedoch eine Wende im Umgang mit anfallenden Rückständen aus Bohrungen eingeläutet und ein systematisches unternehmensweites Sanierungs- und Renaturierungsprogramm initiiert.

Mit den Sanierungsarbeiten in Emlichheim ist die letzte große Deponie der Wintershall in Deutschland umweltgerecht geräumt und renaturiert worden.

Infotafel Holleberger Moor - Ein Refugium für Vögel

Erdölrouten in Barnstorf und Emlichheim Mit dem Fahrrad dem Erdöl auf der Spur

Fahrrad fahren, die Natur erleben und etwas lernen – mit diesem Dreiklang bietet Wintershall zwei Fahrradtouren an ihren Förderstandorten in Barnstorf, Landkreis Diepholz, und Emlichheim an der deutsch-niederländischen Grenze an. Die Touren geben Radfahrern einen spannenden Einblick in die Welt des Erdöls.

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