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Erdölroute Barnstorf Dem Erdöl auf der Spur

Fahrrad fahren, die Natur erleben und etwas lernen – mit diesem Dreiklang bietet die neue Erdölroute Barnstorf einen spannenden Einblick in die Welt des Erdöls. Fahrradfahrer können auf der 33 Kilometer langen Fahrt viel über die heimische Rohstoffproduktion erfahren. Die charakteristischen Pferdekopfpumpen bleiben dabei nicht einfach links liegen, sondern sind unsere Wegweiser. In Barnstorf arbeiten diese fleißigen Nickmännchen bereits seit über 60 Jahren – sie erzählen Geschichte.

Erdölroute Barnstorf

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  • Stationen
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Am Betriebsgelände von Wintershall in der Rechterner Straße 2 startet die Fahrradroute. Hier lernen Fahrradfahrer die Unternehmensgeschichte kennen (Station 1). Dir Radroute führt dann zunächst durch den Barnstorfer Ortskern Richtung Aldorf zur ersten Bohrung der Wintershall (Station 2). Die „Aldorf 1“ produziert seit 1952 Erdöl und markiert den Beginn der erfolgreichen Erdölproduktion in der Region. Der Weg weist von hier weiter durch die idyllische Ortschaft Aldorf zur Erdölproduktion in Bockstedt, wo Wintershall forscht, ob ein Pilz dabei helfen kann, mehr Erdöl zu fördern (Station 4). Wie Wintershall neue Erdölfelder aufspürt (Station 3) und wie eine Bohrung funktioniert (Station 5) erfahren Radfahrer an zwei weiteren Stationen.

Streckenprofil

Downloads

Sie können die Fahrradkarte zur "Erdölroute Barnstorf" per Mail (presse[at]wintershall.com) bei uns anfordern oder sie als PDF-Datei herunterladen.

Fahrradkarte "Erdölroute Barnstorf" (Deutsch)

Mit dem Fahrrad dem Erdöl auf der Spur

Wenn Sie ein Smartphone mit Navigations-App haben oder ein GPS-Gerät am Fahrrad nutzen, können Sie den GPS-Track (GPX-Daten) hier herunterladen. Laden Sie die Datei am PC herunter, erhalten Sie eine xml-Datei. Um daraus eine gpx-Datei zu machen, benennen Sie sie einfach um.

GPS-Track (GPX-Daten)

Die Stationen

Station 1 Lange Tradition: Erdöl und Erdgas aus Barnstorf

Anfang der 1950er-Jahre hat Wintershall den Grundstein für die Förderung von Erdöl und Erdgas in Barnstorf gelegt. Entscheidend hierfür war der Ölfund der „Aldorf 1“ nördlich von Barnstorf. Es folgten weitere erfolgreiche Erdölbohrungen und später auch Erdgasfunde. 1953 richtete Wintershall zunächst ein erstes Verwaltungsbüro im Gasthof Niehaus ein, 1954 folgte der Umzug in die Verwaltungsgebäude an der Rechterner Straße. Barnstorf ist mit Wintershall gewachsen und eine gute und vertrauensvolle Nachbarschaft ist entstanden. Wintershall engagiert sich in der Region direkt an der Quelle.

Station 2 Erste Erdölbohrung: „Aldorf 1“ in Barnstorf

Wintershall vermutet Anfang der 1950er-Jahre Erdöl in und um Barnstorf. Es waren jedoch sieben Bohrungen notwendig, bis die Suche von Erfolg gekrönt war: Im Jahr 1952 floss erstmals Erdöl aus der Bohrung „Aldorf 1“. Für Wintershall war dies ein entscheidender Erdölfund, der den Beginn für eine jahrzehntelang erfolgreiche Öl- und Gasförderung in der Region markiert.

Noch heute arbeitet die Pferdekopfpumpe an diesem Standort rund um die Uhr. Der Pferdekopf hebt und senkt sich etwa 5.000-mal am Tag. Und mit jeder Bewegung fördert er Erdöl aus der Aldorf-Lagerstätte in etwa 1.200 Meter Tiefe nach oben. Das Erdöl gelangt über eine Erdölleitung zur Ölaufbereitung an die Rechterner Straße in Barnstorf. Der erste Fördertag der „Aldorf 1“ war der 4. November 1952, ihr letzter ist noch lange nicht in Sicht.

Station 3 Seismik: Erdöl suchen und finden

Wie findet man Erdöl und wie lassen sich Bohrpunkte optimal bestimmen? Die Zeiten sind lange vorbei, in denen man zufällig auf Erdöl stößt. Vielmehr ist ein hoher technischer Aufwand notwendig, um den Untergrund optimal bewerten und Erdölvorkommen abschätzen zu können.

Eine Seismik funktioniert ähnlich wie ein Ultraschall beim Arzt oder ein Echolot in der Seefahrt: An der Erdoberfläche erzeugen Vibro-Fahrzeuge künstlich Schallwellen, die im Untergrund unterschiedlich reflektiert und von hochempfindlichen Messinstrumenten (Geophonen) am Boden aufgezeichnet werden. Aus den Messdaten entsteht ein 3D-Bild des Untergrunds, mit dem Geophysiker geologische Strukturen erkennen und optimale Bohrpunkte für die Produktion von weiterem Erdöl bestimmen können.

Station 4 Forschung: Mehr Öl mithilfe eines Pilzes

Im Erdölfeld Bockstedt testet Wintershall derzeit eine umweltschonende Innovation, mit deren Hilfe mehr Erdöl aus produzierenden Lagerstätten gefördert werden könnte. Im Zentrum des Forschungsprojekts steht ein Pilz – und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Wenn er Stärke und Sauerstoff zu sich nimmt, erzeugt Schizophyllum commune – so der Name des Pilzes – ein Biopolymer, ein vollständig biologisches Verdickungsmittel. Dieses Polymer namens Schizophyllan lässt sich für die Ölförderung einsetzen: Die gelatineartige Substanz dickt das Wasser an, das zur Erhöhung der Förderung in die Lagerstätte gepresst wird. Dieses kann so mehr Erdöl aus der Lagerstätte drängen, weil es nicht mehr so leicht an dem kostbaren Rohstoff vorbeifließt. Auf diese Art könnte der Entölungsgrad einer Lagerstätte von 35 auf 45 Prozent gesteigert werden – und das auch noch auf umweltverträgliche Weise. Denn das Biopolymer ist vollständig biologisch abbaubar.

Station 5 Bohrung: Erdöl sicher erschließen und fördern

Jeder Zugang zu einer Lagerstätte beginnt mit einer Bohrung. Für eine Tiefbohrung wird für einige wenige Monate ein Bohrplatz errichtet. Es ist höchste Präzisionsarbeit, einen Bohrmeißel tief unter der Erde zielgerichtet durch das Gebirge zu steuern. Mit einer ausgefeilten Messtechnik und Sensoren nahe dem Bohrkopf können Bohringenieure die Position des Bohrwerkzeugs immer genau bestimmen und die Richtung vorgeben. Wurde früher lediglich senkrecht nach unten gebohrt, werden heute Bohrungen auch immer häufiger horizontal abgelenkt, sodass größere Teile einer Lagerstätte erreicht werden können. Dadurch sind weniger Bohrungen notwendig. Ist eine Lagerstätte mithilfe einer Bohrung „angezapft“, fließen die Rohstoffe anfangs von selbst zum Bohrloch. Lässt der Druck nach, kommt oft eine Tiefpumpe mit dem unverwechselbaren Pferdekopfantrieb zum Einsatz.