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20.01.2018

"Wir müssen uns weiter sturmfest machen"Neujahrsempfang von Wintershall mit Ausblick auf die wirtschaftliche Lage

Drilling plant behind field Wintershall

Diepholzer Kreisblatt vom 20.01.2018

Von Thomas SpeckmannBarnstorf. Beim Neujahrsempfang von Wintershall konnte sich Dr. Andreas Scheck einen kleinen Kommentar zum satirischen Jahresausblick nicht verkneifen. Unsere Zeitung hatte berichtet, dass das Unternehmen aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten einen Kooperationsvertrag mit den ortlichen Zahnarztpraxen schließen müsse, um weiter bohren zu konnen. Dazu stellte Scheck nun klar: 'Im Unterschied zu Zahnarzten verdienen wir mit Bohren keinen einzigen Cent. Im Gegenteil: Wir geben viel Geld für das Bohren aus. Erst wenn wir auch etwas finden und anschließend Öl und Gas fordern, dann kommt bei uns etwas in die Kasse.'

Mit dem amüsanten Beitrag sorgte der Leiter von Wintershall Deutschland für Erheiterung bei den etwa 60 geladenen Gästen am Standort Barnstorf - und machte zwischen den Zeilen auch etwas deutlich: Um bei Projekten in die Gewinnzone zu kommen, muss der international tätige Erdöl- und Erdgasproduzent erst einmal erhebliche Vorleistungen erbringen. Beispiele dafür gibt es genug, auch in der Region. Da reicht ein Blick auf die Bohrstelle 'Düste Z 10' vor den Toren Barnstorfs, wo das Unternehmen bereits mehrere Millionen Euro investiert hat, aber nach wie vor auf eine Genehmigung für die Erdgas-Förderung mit Hilfe der Fracking-Methode warten muss.

Mit der umstrittenen Fördermethode hatte sich kürzlich auch ein 'Tatort' beschäftigt. Dem zombiehaften Szenario im Fernsehkrimi konnte Scheck nicht viel abgewinnen. Er verdeutlichte den Gästen, dass Fracking schon Anfang der 1960er Jahre zum Einsatz gekommen sei, also längst vor der Ausstrahlung des ersten 'Tatorts', und inzwischen eine Standarttechnologie bei der

Erdgasförderung sei. 'Wichtig ist, dass wir beim Thema Fracking weg von Fiktion hin zu Fakten kommen', unterstrich Scheck. Er versprach eine transparente und offene Verfahrensweise.

Um die aktuelle wirtschaftliche Situation in seiner Branche zu beschreiben, hätte der Wintershall-Leiter wohl nur einen Vergleich zu den jüngsten Wetterkapriolen ziehen müssen: 'Auch die Welt von Öl und Gas erlebt stürmische Zeiten', stellte Scheck fest. Immerhin habe sich der Ölpreis im vergangenen Jahr etwas stabilisiert und sei in den vergangenen Wochen auch wieder gestiegen, aber die Stabilität befinde sich auf einem niedrigen Niveau. Beim Erdgas sehe es ähnlich aus.

'In diesem schwierigen Umwelt müssen wir zeigen, dass wir sturmfest sind. Und wir müssen uns weiter sturmfest machen', so Scheck. Das Unternehmen habe genau geprüft, wie sich Potenziale noch besser nutzen ließen, wie die Effizienz verbessert und die Produktion möglichst stabil gehalten werden könne. Dabei sei auch ein Blick auf die Belegschaft gerichtet worden. Wintershall will, wie mehrfach berichtet, bis zum Jahr 2020 insgesamt 130 von 550 Stellen streichen. 'Im Unterschied zu vielen anderen in der Branche wollen wir betriebsbedingte Kündigungen vermeiden', betonte Scheck. Er machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass das Unternehmen auch weiterhin in die Zukunft der Arbeit, etwa bei der Ausbildung der jungen Kollegen, investieren wolle.

In seiner Ansprache hob der Unternehmensvertreter die jahrzehntelange Verbundenheit zum Standort Barnstorf hervor und ging auf aktuelle Projekte in Deutschland ein. Dazu zählt auch die Modernisierung des Labors, das auf dem Betriebsgelände an der Rechterner Straße entsteht. Der Neubau hat ein Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro und soll im August fertiggestellt werden. 'Das neue Labor wird auf 940 Quadratmetern modernste Technik bieten. So können wir in Barnstorf weiter Bohrproben aus Wintershall-Projekten weltweit analysieren - fast 2000 pro Jahr. Auch das gibt Barnstorf eine zentrale Rolle für Wintershall, sozusagen als Herz und Heimat der weltweiten Aktivitäten', kündigte Scheck an. Bei der Darstellung der Aktivitäten kam auch die Sauergas-Förderung in Staffhorst zur Sprache, wo dem Unternehmen mit der jüngsten Erkundungsbohrung ein Volltreffer gelungen sei. Außerdem richtete Scheck den Blick nach Landau und Emlichheim und beleuchtete die Bohrarbeiten im Feld Mittelplate, der größten deutschen Erdöllagerstätte, gelegen im Weltnaturerbe Wattenmeer. Dort arbeitet die BASF-Tochter Wintershall seit mehr als 30 Jahren mit der Deutschen Erdöl Aktiengesellschaft (Dea) zusammen.

Apropos Dea: Was den geplanten Zusammenschluss mit der Tochtergesellschaft von Letter One betrifft, gab es gestern Mittag keine neuen Nachrichten. 'Noch ist hierzu nichts entschieden. Es gibt nur eine Absichtserklärung und weitere Gespräche', so Scheck. Wintershall sei gut aufgestellt und wolle weiter wachsen. Dass die heimische Förderung dabei eine wichtige Rolle spielt, machte der Leiter in seiner Ansprache mehrfach deutlich: 'Erdöl und Erdgas aus Deutschland, Niedersachsen und Barnstorf haben eine Perspektive. Genau dafür arbeiten wir hier in Barnstorf.'

Quelle: www.kreiszeitung.de

 

 

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