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06.10.2014

Wintershall: Seismische Messungen schon fast zur Hälfte abgeschlossen / 140 Mitarbeiter und 200 Kilometer Kabel Seismische Messungen bei Bockstedt sollen den Experten aufzeigen, ob und wenn ja wo neue Bohrungen gesetzt werden können. Sie sind beinahe abgeschlossen.

(Bockstedt, 01.10.2014, Kreiszeitung) Die Schaltzentrale fällt kaum auf. In einem unscheinbaren Container untergebracht, am Wegesrand auf halber Strecke zwischen Drentwede und Bockstedt. Hier laufen die Fäden zusammen, hier schlägt das Herz der Seismischen Messung, die in diesen Wochen nördlich von Barnstorf abläuft. Mit den Daten möchte Wintershall sein Erdölfeld Bockstedt besser erkunden, mit dem Ziel, dessen Lebensdauer zu verlängern. Ein Wintershall-Mitarbeiter sitzt im Inneren des mit Computertechnik vollgestopften Messwagens. Ein halbes Dutzend Bildschirme stellt dar, was gerade zeitgleich draußen geschieht, bei der Messung.

Einer der Monitore zeigt das Messfeld in farbigen Punkten. Die Mitte verfärbt sich plötzlich tiefrot. „Jetzt haben die Wagen wieder einen Impuls gesetzt“, sagt Projektleiter Tobias Fuhren. Sekundenbruchteile später werden diese Wellen, die aus dem Tiefe zurückkommen, von den Geophonen aufgezeichnet, die nach einem genauen Netz-Schema in der Landschaft aufgestellt sind. Ein weiterer Bildschirm zeigt eine „Gebirgskette“ aus schwarzen Punkten. Und wo ist das Erdöl? Deuten kann man aus diesen Darstellungen noch nichts, erklärt der Experte. Jeder Punkt stellt eine Reflexion in einer bestimmten Tiefe dar. Mehr nicht. Es ist nun Sache der Geophysiker und Geologen, die Mosaiksteinchen dieser riesigen Datenmenge zu einem Bild zusammenzusetzen, einer dreidimensionalen, hochauflösenden Darstellung des Erdölfeldes. „Wir müssen die vielen Daten jetzt auswerten. Ich rechne damit, dass wir das im ersten Quartal 2015 abschließen können“, sagt Gregor Hollmann, Regionalmanager Nord bei der Wintershall. Die Seismik soll den Experten aufzeigen, ob und wenn ja wo neue Bohrungen gesetzt werden können.

Noch ist die Arbeit „im Feld“ gefragt: An einer anderen Stelle des insgesamt 59 Quadratkilometer umfassenden Messgebietes werden die Kabel schon wieder eingeräumt. Hier ist die Messung, die sich im Plangebiet von Ost nach West weiterarbeitet, bereits abgeschlossen. Rund 200 Kilometer Kabel sind im aktuellen Messbereich ständig verlegt, berichtet Projektleiter Fuhren, „und 20 Kilometer davon werden jeden Tag bewegt“. Für die Arbeiter ein Knochenjob. Es herrscht reger Betrieb auf den Feldwegen rund um Bockstedt an diesem Morgen Pick-Ups, Lieferwagen sind unterwegs. 140 Menschen mit rund 60 Fahrzeugen arbeiten in diesen Wochen im Messgebiet – soviel ist in Bockstedt normalerweise nicht los.

Die Anwohner nehmen es eher gelassen, haben die Wintershaller bemerkt. „Unsere Crew hat viele positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet Fuhren. Mit Dialog und Flexibilität versuche man, Unstimmigkeiten sofort aus dem Wege zu räumen. Da werden dann auch schon mal die bereits verlegten Kabel vom Feld genommen, damit dort der Maishäcksler zur Tat schreiten kann. Ständig vor Ort sind zwei Kontaktpersonen als Ansprechpartner die Bevölkerung. „Die Anwohner sind eigentlich eher neugierig, was hier passiert“, sagt einer von ihnen, „manche interessieren sich für die Technik, manche wollen einfach nur ‚schnacken‘“. Wer hier wohnt, hat die Erdölförderung jeden Tag vor Augen, sieht die nickenden Köpfe der Pumpen, die hier zum Teil schon seit Jahrzehnten ihren Dienst verrichten.

Die drei Vibra-Fahrzeuge sind an diesem Tag direkt im Erdölfeld im Einsatz. Sie setzen ihre Bodenplatte auf den Untergrund, die Erde vibriert einige Sekunden, eine neue Messreihe wird gestartet. Die Fahrer haben lediglich die Aufgabe zu fahren, erklärt Fuhren, die Vibrationsphasen werden aus der Messwarte gestartet. Unweit der Dreier-Kolonnen pflügt ein Landwirt sein Feld. Stört das nicht die Messungen? „Das macht nichts, das merken wir kaum“, sagt Fuhren. Ganz anders sehe es da schon mit der Bahn aus: Im östlichen Bereich des Messgebietes verläuft die Bahnstrecke Bremen-Osnabrück. Hier mussten die Messtrupps teilweise Pausen einlegen, weil der hochfrequente Zugverkehr Einfluss auf die Messungen nahm.

Ansonsten gehen die Arbeiten zügig voran. „Wir haben jetzt fast die Hälfe aller Aufnahmepunkte gemacht“, berichtet Hollmann, „wir sind deutlich vor Plan.“ Gut möglich, dass die Messungen früher abgeschlossen sind, als bislang geplant. Ende Februar will Wintershall fertig sein.

3D-Seismik

Die 3D-Seismik ist methodisch vergleichbar mit dem Ultraschall beim Arzt oder dem Echolot in der Seefahrt. An der Erdoberfläche werden künstliche Schallwellen erzeugt (durch sogenannte Vibro-Fahrzeuge) und deren Echo, das sie an verschiedenen Gesteinsschichten zurückwerfen, an der Oberfläche abgefangen. Die Reflexionen werden durch sogenannte Geophone, das sind hochempfindliche Messgeräte registriert, in elektrische Impulse umgewandelt und in den Messwagen gesendet. Die neuen Seismischen Messungen sollen helfen, den Untergrund besser analysieren zu können. Das genaue, dreidimensionale Abbild der geologischen Schichten (Ultraschallbild des Untergrunds) soll helfen, die besten Punkte für mögliche spätere Bohrungen festzulegen. Die Seismische Messung in Bockstedt umfasst ein Gebiet von 59 Quadratkilometer rund um den Erdölfeld Bockstedt und umfasst die Orte Natenstedt, Heiligenloh, Bockstedt und Drentwede.

Erdölfeld Bockstedt

Im „Bewilligungsfeld Bockstedt“ hat die Erdölförderung eine lange Tradition. Seit rund 60 Jahren bereits fördert Wintershall hier. Nach Unternehmens-Angaben wurden hier seit 1954 rund 3,6 Millionen Tonnen Reinöl aus dem Reservoir geholt. Das entspricht in etwa der Hälfte des monatlichen Ölbedarfs in Deutschland. Durch die Erkenntnisse aus der Seismischen Messung erhofft sich das Unternehmen eine Verlängerung der Lebensdauer des Ölfeldes möglicherweise um mehrere Jahrzehnte.

Quelle: Kreiszeitung.de

Weiterführende Informationen zur Ölförderung in Bockstedt

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