Wintershall Corporate Website

Wintershall ist weltweit aktiv. Erfahren Sie mehr über unsere Strategie, Projekte und Werte auf unserer Corporate Website.

www.wintershall.com

 

 

Wintershall Deutschland

Wintershall Weltweit
28.01.2017

Wintershall schiebt Erdölzug aufs AbstellgleisIm Mai 2012 feierte die Firma Wintershall die Förderung der zehnmillionsten Tonne Erdöl in Emlichheim.

Grafschafter Nachrichten vom 28.01.2017

Von Andre Berends

Die Firma Wintershall plant eine weitere große Investition in der Niedergrafschaft. Ab 2019 soll eine 16 Kilometer lange Leitung von Emlichheim nach Osterwald die täglichen Erdölzüge der Bentheimer Eisenbahn ersetzen.

Emlichheim. Das Erdölfeld Emlichheim ist für die Firma Wintershall „das Herzstück“ ihres Förderbetriebs in Deutschland. Das hat Unternehmenschef Andreas Scheck am Freitag beim Neujahrsempfang in Emlichheim betont. Und die BASF-Tochter will erneut in ihren Standort investieren, der bereits seit mehr als 70 Jahren Erdöl ans Tageslicht bringt und nach Angaben von Wintershall weltweit als eine der langlebigsten Förderstätten überhaupt gilt.

Neue Leitung

Das vor allem im Norden von Emlichheim in der Nähe von Schoonebeek geförderte Erdöl wird von der Kopfstation an der Oelstraße über eine Leitung zur ehemaligen Wintershall-Zentrale an der Emslandstraße in Emlichheim gepumpt. Von dort aus wurde es bisher in Kesselwagen verladen und täglich über die Schiene zum Erdölbahnhof Osterwald gefahren. Damit soll ab 2019 Schluss sein. Wintershall will den Zug der Bentheimer Eisenbahn durch den Bau einer Leitung ersetzen. Dafür investiere das Unternehmen 15 Millionen Euro, erklärte Betriebsleiter Horst Prei.

Die Pipeline soll rund 16,5 Kilometer lang sein und unterirdisch in einer Tiefe von 1,50 Meter verlaufen. Das in Emlichheim eingespeiste Erdöl wird durch ein Edelstahlrohr mit einem Durchmesser von rund zehn Zentimetern (vier Zoll) auf die Reise geschickt. Diese Leitung werde isoliert und gesichert, erläuterte Projektleiter René Wagner. Das Erdöl wird in Emlichheim erhitzt, um den zähen Rohstoff flüssig zu machen. In Osterwald kommt es mit einer Temperatur von fast 60 Grad an. Dort wird es dann wie bisher mit dem geförderten Erdöl der Firmen Exxon Mobil und Engie (früher GDF Suez) gemischt und durch eine Pipeline zur Raffinerie in Holthausen bei Lingen gepumpt.

René Wagner rechnet damit, dass die Bauarbeiten für die neue Pipeline im Winter 2018/19 beginnen. Ende Februar, Anfang März dieses Jahres sollen die Eigentümer jener Grundstücke, durch die die Leitung verlaufen soll, bei einer Versammlung informiert werden. Sie erhalten eine Entschädigung. „Mit der neuen Leitung sichern wir die heimische Förderung hier am Standort auch langfristig“, betonte Horst Prei.

Bohrkampagne

Der Bau der Leitung gilt als weiteres Bekenntnis von Wintershall zum Standort Emlichheim. Erst im vergangenen Herbst hatte das Unternehmen damit begonnen, einen weiteren Teil des Erdölfelds entlang der Grenz-Aa durch zwölf neue Bohrungen zu erschließen. Sieben Bohrungen sind bereits gesetzt, die Achte ist seit dieser Woche in Arbeit, zwei Pferdekopf-Pumpen haben den Betrieb bereits aufgenommen. Bis Juni sollen die Arbeiten, die Wintershall mit gut 30 Millionen Euro beziffert und an die noch zwei zusätzliche Bohrungen angehängt werden, abgeschlossen sein. Diese hohen Investitionen seien angesichts des noch immer vergleichsweise niedrigen Weltmarktpreises für Öl, der aktuell bei gut 50 Dollar pro Barrel liegt, „keine Selbstverständlichkeit“, sagte Horst Prei.

Weitere Projekte

Wintershall prüft derzeit noch ein weiteres Projekt und will das Erdölfeld Emlichheim mit seismischen Messungen neu bewerten. „Nach 30 Jahren wollen wir – vereinfacht gesagt – wieder einmal unter die Erde gucken“, sagte Horst Prei. Die sogenannte 3D-Seismik liefere ein genaues, dreidimensionales Abbild der geologischen Schichten. So könnten die daraus produzierbaren Mengen an Erdöl noch besser abgeschätzt und Bohrungen „wirtschaftlich optimal“ platziert werden.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre plant Wintershall im südlichen Teil des Erdölfelds Emlichheim – südlich der Kanalstraße im Ortsteil Haselaar – zwei weitere Bohrungen. Dort wurde bereits in den 1960er-Jahren Erdöl gefördert.

Quelle: Grafschafter Nachrichten

Aktuelle News

14.12.2017 Wintershall macht ein neues Fass auf

Auf dem Betriebsgelände im Norden Landaus werden 60 Jahre alte Erdöltanks abgerissen und durch kleinere ersetzt. Dies ist der Beginn von größeren Investitionen in den...

04.12.2017 Produktaustritt auf Förderplatz

Auf einem Förderplatz in Bockstedt, auf dem die Bohrungen Bockstedt 89/90/91/96a gebündelt sind, ist es am Montag, 4. Dezember 2017, zu einem Produktaustritt gekommen.

27.11.2017 Bohrtürme in der Heide

Ausstellung: Von 1900 bis 1920 war der niedersächsische Ort Wietze Deutschlands wichtigster Standort für die Erdölförderung. Das Deutsche Erdölmuseum Wietze erinnert...

24.11.2017 BASF bestätigt Gespräche mit Letter One

BASF führt Gespräche mit Letter One über einen möglichen Zusammenschluss des Öl & Gas-Geschäfts der BASF-Gruppe mit dem in der DEA-Gruppe gebündelten Öl & Gas-Geschäft...

20.11.2017 Produktaustritt auf Förderplatz

Auf dem Förderplatz der Bohrung Bockstedt 69 ist es am Montag, 20. November 2017, zu einem Produktaustritt gekommen