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10.02.2015

Wintershall investiert in Emlichheim Beim Neujahrsempfang gibt Wintershall einen Ausblick darauf, den Standort zukunftsfähig auszubauen. Dabei werden Hoffnungen auf die Ölförderung in einer weiteren Gesteinsformation gesetzt.

Grafschafter Nachrichten vom 07. Februar 2015

Emlichheim. Die ersten 100 Tage als Deutschland-Chef von Wintershall liegen gerade hinter Andreas Scheck. Beim Neujahrsempfang des Unternehmens in Emlichheim erinnert er daran, dass er an diesem Standort vor nunmehr 18 Jahren seine ersten beruflichen Erfahrungen gesammelt hat. Scheck betont die Rolle der Ölförderung in der Niedergrafschaft für das international tätige Unternehmen: „In Emlichheim fördert Wintershall seit nunmehr 70 Jahren Erdöl – und das auf einem gleichbleibend hohen Niveau.“ Das sei einmalig und daher durchaus als „Weltrekord“ zu vergleichen.

Die Wintershall, so Scheck, werde unter seiner Leitung, die traditionelle Erdöl- und Erdgasförderung in Niedersachsen und in Deutschland nicht nur fortzusetzen, sondern auch ausbauen. „Wir brauchen die heimische Förderung von Erdöl und Erdgas“, bekräftigt der Deutschland-Chef.

Neuer Betriebsleiter für den Wintershall-Standort „Westemsland“ in Emlichheim ist Horst Prei. Er berichtet während des Empfangs auf dem Unternehmensgelände von einem „weiteren und wichtigen Pilotprojekt“, das seit einiger Zeit erprobt wird. Das Ziel ist klar: Dampf soll in die sogenannte Hauterive-Gesteinsformation gepresst werden, um das darin befindliche sehr zähe Öl zu fördern. „Dafür investieren wir rund drei Millionen Euro“, betont Prei.

Mit der direkten Bedampfung dieses Trägergesteins betritt das Unternehmen nach den Worten von Prei Neuland. Denn der jetzt ins Auge gefasste (Hauterive) Gildehauser Sandstein ist im Vergleich zu der primären Lagerstätte in Emlichheim deutlich weniger durchlässig. Seit April des vergangenen Jahres werden täglich bis zu 60 Tonnen Dampf in die Lagerstätte gepresst. „Die ersten Ergebnisse stimmen uns sehr hoffnungsvoll“, erklärt Prei am Freitag.

Zum Verfahren: 280 Grad heißer Dampf wird in die Gesteinsschicht gepresst und breitet sich dort aus. Dadurch gerät das vorhandene Öl in Bewegung. „Konnten bei Bohrungen anfangs pro Tag nur fünf Kubikmeter Nassöl gefördert werden, fördern wir jetzt bereits 50 Kubikmeter“, kann Betriebsleiter Prei den Gästen des Neujahrsempfangs berichten.

Aufhorchen lässt Preis hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Sollte sich das Verfahren bewähren, so der Wintershaller, „ist es möglich, im gesamten Feld bis zu 500000 Tonnen Öl zusätzlich zu fördern.“ Das hieße: Wintershall könnte die Förderung in Emlichheim bis über das Jahr 2040 hinaus fortsetzen. Doch Prei warnt vor allzu großer Euphorie. Das Projekt sei noch im Anfangsstadium: „Wir brauchen weiterhin Geduld, Know-how und einen langen Atem.“

Weitere Investitionen in den Standort Emlichheim:

  • Über das Pilotprojekt der Hauterive-Bedampfung hinaus wird die Erdölförderung mit 13 Neubohrungen und 19 Ablenkungen bis 2017 weiterentwickelt. Damit ist bereits im Jahr 2012 begonnen worden. Insgesamt investiert das Unternehmen mit diesem Programm 60 Millionen Euro.
  • Potenzial sieht die Wintershall auch in der Entwicklung des Grenzgebietes. In der grenzüberschreitenden Lagerstätte Emlichheim/ Schoonebeek gibt es einen 50 Meter breiten Streifen, der von beiden Seiten allein nicht entwickelt werden darf. Dies möchte die Wintershall gemeinsam mit der niederländischen NAM (Shell Niederlande) in Angriff. Derzeit befindet sich dieses Projekt in der Prüfungsphase.
  • Zudem wird mit der Modernisierung der Erdölaufbereitung in die Infrastruktur investiert. Hier ist der Bau einer neuen Tankanlage geplant. Der Sicherheit wegen, sollen die neuen Tanks doppelwandige, leckage-überwachte Böden und doppelwandige, begehbare Wände haben.

Erfolgreich saniert worden ist nach Unternehmensangaben die frühere Bohrspülungs- und Betriebsdeponie Holleberger Moor. Die Arbeiten dafür hatten im März 2012 begonnen und konnten im vergangenen Jahr abgeschlossen werden. Das Deponiegelände war früher eine Schlammgrube und wurde rekultiviert. „Auf mehr als 50000 Quadratmetern entsteht hier eine Graslandschaft mit Wasserflächen und Kiesinseln“, betont Horst Prei. Die Fläche soll dem Natur- und Umweltschutz zur Verfügung gestellt werden.

Im Rahmen der Betriebsstätte Emlichheim hat Wintershall in den vergangenen 70 Jahren nach eigenem Bekunden über zehn Millionen Tonnen Erdöl gefördert.

Quelle: Grafschafter Nachrichten

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