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25.07.2014

Seit 70 Jahren "nicken" die ÖlpumpenWintershall lädt zum "Tag der offenen Tür" in Emlichheim. Anlass ist das 70-järhige Jubiläum des Förderstandorts Emlichheim.

In der Niedergrafschaft sind die Pferdekopfpumpen ein vertrauter Anblick, denn die Industriegeschichte der Region ist eng mit der Erdöl- und Erdgasbranche verknüpft, schreiben die Grafschafter Nachrichten. Das Unternehmen Wintershall fördert seit 70 Jahren in Emlichheim Erdöl.

Das Fördervolumen in dem an der deutsch-niederländischen Grenze gelegenen Feld liegt bei rund 170000 Tonnen Erdöl pro Jahr. Am kommenden Sonnabend lässt die Wintershall in einem Festakt für geladene Gäste die vergangenen 70 Jahre Revue passieren. Gleichzeitig ist die Öffentlichkeit eingeladen, sich in der Zeit von 12 bis 17 Uhr an einem „Tag der offenen Tür“ ein Bild vom Energieunternehmen Wintershall und dessen Arbeit in Emlichheim ein Bild zu machen. Dabei ist das Programm vielfältig. Unter anderem werden Grafittikünstler eine Pferdekopfpumpe farblich gestalten. Speisen und Getränke aus der Region werden angeboten, Hüfburg und Schminkstand sollen vor allem die jüngeren Besucher locken.

In regelmäßigen Abständen werden zudem Rundfahrten zu den verschiedenen Produktionsstandorten des Unternehmens Wintershall organisiert. Diese Fahrten werden fachkundig begleitet und kommentiert. Zum „Tag der offenen Tür“ am Sonnabend erwartet Wintershall mehr als 3000 Besucher aus der Region.

Ein kurzer Rückblick zu den Anfängen der Erdölförderung in Emlichheim: In Georgsdorf und Emlichheim fanden die Bohrmannschaften 1943 mit ersten Aufschlussbohrungen Erdöl. Die 1943 niedergebrachte Förderbohrung „Emlichheim 1“ wurde im Jahr 1944 in Produktion genommen und fördert noch heute. Im gleichen Jahr wurde auf niederländischer Seite durch ein im Krieg gebildetes deutsch-niederländisches Konsortium mit der Bohrung „Schoonebeek 2“ Erdöl nachgewiesen. Der Grundstein für die Entwicklung des großen Erdölfeldes Schoonebeek war gelegt. Geologisch bildet es mit Emlichheim eine Einheit, die sich etwa zehn Kilometer in Ost-West-Richtung erstreckt, wobei Emlichheim als kleinerer Teil die Südflanke bildet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Erdölförderung auf Anordnung der britischen Militärverwaltung noch 1945 wieder aufgenommen. In den Folgejahren wurden weitere Felder entdeckt. Nach Dalum, Georgsdorf, Schoonebeek und Emlichheim folgten 1947 Adorf, 1948 Rühlertwist sowie 1949 Rühlermoor und Scheerhorn. Und die Suche ging weiter. Die Jahre 1957 und 1959 brachten zwei weitere Ölfunde: die Felder Emlichheim West (bei Eschebrügge) und Emlichheim Süd (im Bereich Haselaar).

Nachdem Anfang der Fünfzigerjahre bereits zwei Gasfelder nahe Nordhorn gefunden worden waren, wurden bis Ende der Sechzigerjahre auch mehr und mehr Gasfunde in der Niedergrafschaft erschlossen. Nach Adorf im Jahr 1955 wurde 1956 auch in Emlichheim und 1957 in Kalle Gas entdeckt. 1959 folgten Funde in Esche und in Wielen.

Quelle: Grafschafter Nachrichten

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