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09.05.2014

Rückenwind für DüsteDas Projekt Düste Z10 der Wintershall bekommt politische Verstärkung. Niedersachsens Wirtschaftsminister betont die Bedeutung der heimischen Förderung.

Fünf Worte, die für die Wintershall Rückenwind für ihr Erdgas-Förderprojekt in Düste bei Barnstorf bedeuten: “Wir wollen Erdgasförderung in Niedersachsen”, hatte Wirtschaftsminister Olaf Lies am Mittwoch in einem Gesprächsabend in der Win-tershall-Repräsentanz in Berlin erklärt – und deutlich gemacht, dass Niedersachsen mit einer Bundesratsinitiative die Erdgasförderung in Deutschland auf eine neue Grundlage stellen will.

“Eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) soll dabei auch den Einsatz von Hydraulic Fracturing in konventionellen Gas-Lagerstätten in dichtem Sandstein (Tight-Gas) ermöglichen”, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine entsprechende Bundesratsinitiative will das Land Niedersachsen demnach im Juni einbringen.

Das ist ein klares Signal für die rund 300 Wintershall-Mitarbeiter am Standort Barnstorf und das Projekt Düste: Über die Bohrstelle Düste Z10 will die Wintershall einen unterirdischen Energieschatz heben. In einer Tiefe von 4000 Metern lagern dort sage und schreibe 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas, von denen nach Einschätzung der Wintershall etwa zehn Milliarden förderfähig sind – eine konventionelle Gas-Lagerstätte in dichtem Sandstein, also Tight-Gas. Dieses Gas werde mit einer Hydraulic-Fracturing-Technologie gefördert, die bereits 300 Mal in Niedersachsen angewandt worden sei – und die mit der aktuellen Diskussion um das Schiefergas-Fracking nichts zu tun habe, betont Wintershall-Pressesprecher Mark Krümpel. Genau diese Diskussion aber habe die erprobte, konventionelle Technik gleich mit eingebremst: “Die etablierte Förderung ist blockiert.”

Seit fast zwei Jahren liege der Antrag für das Projekt Düste Z10 beim Landesbergamt zur Genehmigung vor. “Wir brauchen nach zwei Jahren Stillstand einen klaren Zeitrahmen seitens der Politik – in Niedersachsen und im Bund”, stellte das Unternehmen klar. Kein anderes Bundesland sei so unmittelbar betroffen: “95 Prozent der deutschen Erdgasproduktion kommen aus Niedersachsen.” Olaf Lies betonte, dass Deutschland nicht auf heimische Energierohstoffe verzichten könne: “Wir dürfen nicht vollkommen abhängig sein von Energieimporten aus dem Ausland.”

Mit einer verpflichtenden Umweltverträglichkeitsprüfung bei Erdgasförderprojekten, die mithilfe einer Verordnung durch die Bundesratsinitiative umgesetzt werden könne, werde der Rahmen für eine hohe Beteiligung und damit auch Akzeptanz in der Bevölkerung geschaffen, erklärte Lies.

In einem zweiten Schritt müsse das Bergrecht geändert werden. Hierbei gehe es um die Einführung einer Beweislastumkehr, erläuterte der Minister. Da dies länger dauern könne, wolle Niedersachsen den Prozess beschleunigen. sdl

Quelle: Diepholzer Kreisblatt

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