Wintershall Corporate Website

Wintershall ist weltweit aktiv. Erfahren Sie mehr über unsere Strategie, Projekte und Werte auf unserer Corporate Website.

www.wintershall.com

 

 

Wintershall Deutschland

Wintershall Weltweit
17.08.2016

Neues Bohrloch am LechfeldBei Kleinaitingen beginnen Arbeiten an einer weiteren Förderstätte für Erdöl. Doch die Bohrspezialisten müssen fündig werden, damit sich der Millionen-Aufwand lohnt. Von Pitt Schurian

Augsburger Allgemeine vom 17.08.2016

Genau 40 Jahre nach dem ersten Fund von Erdölvorkommen zwischen Wertach und Lech bereitet das Energieunternehmen Wintershall bei Kleinaitingen die Erschließung einer neuen Förderstelle vor. Dieser Tage wird ein sogenanntes Standrohr tief in die Erde getrieben. Es dichtet später das Bohrloch in den oberen Schichten nach außen ab, sodass kein Grundwasser eindringen oder verunreinigt werden kann. Durch dieses Rohr wird ab Mitte Oktober ein Bohrturm sein Gestänge mit einem Fräskopf am Ende bis auf rund 1300 Meter Tiefe vorantreiben.

Das Ziel ist eine dicke Schicht Sandstein – über einen Kilometer unter der Erdoberfläche. In ihren porösen Strukturen und Spalten ist Erdöl enthalten, welches später an die Oberfläche gesaugt wird. Entsprechend der Zahl und Orte früherer Erkundungen geht es um die Förderstelle „Aitingen Süd 3“.

Bevor jedoch wieder ein Bohrturm aufgebaut werden kann und eine Mannschaft mit Spezialisten aus Großbritannien oder Skandinavien ans Werk geht, wird im September auf einem rund 4500 Quadratmeter großen Grundstück südöstlich von Kleinaitingen ein winziges Containerdorf mit viel technischer Einrichtung aufgebaut. Auch diese Fläche wird mit Betonplatten zum Schutz vor Verschmutzung der Erde abgedichtet.

Etwa drei Wochen wird dann die Bohrmannschaft dort arbeiten, Geologen werden ständig die geförderte Erde untersuchen und am Ende den Ölgehalt im Gestein messen. Erst wenn feststeht, ob sich genügend Erdöl am Ende des Rohrs sammelt, ist über Erfolg oder Fehlschlag entschieden. Denn trotz aller Kenntnisse und Erfahrungen mit den Erdschichten unter dem Lechfeld und der Lenkung des Bohrkopfs in den Tiefen war in der Vergangenheit nicht jede Bohrung ein Volltreffer. Das liegt in der Natur der Sache.



Keine Gefahr, dass sich plötzlich der Boden absenkt

Bei einer Bürgerversammlung im Mai hatte Betriebsleiter Michael Kobel dies schon in Kleinaitingen anschaulich erklärt: „Wir stoßen auf keine unterirdischen Ölseen, die dann abgepumpt werden.“ Vielmehr sei die Förderung vergleichbar mit einem Schwamm, der ausgepresst werde. Daher bestehe keine Gefahr, dass sich durch plötzlich auftretende Hohlräume der Boden absenke.

Es kann aber durchaus sein, dass aus dem Gestein nicht genügend Erdöl am Ende der Förderleitung zusammenfließt, um mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand hochgepumpt, im Werk bei Großaitingen gereinigt und dann in Güterwaggons zur Raffinerie gebracht zu werden.

Somit ist jeder Bohrversuch ein Wagnis, bei dem laut früherer Firmenangaben jeweils bis zu rund zwei Millionen Euro auf dem Spiel stehen können. Andererseits rechnet Wintershall stets auf lange Zeit und hat damit offenbar genügend Erfolg. Ihre Spezialisten entdeckten 1976 mittels Schallwellenuntersuchungen zwischen Bobingen und Schwabmünchen Öllagerstätten. Drei Jahre später wurde die Produktion gestartet, mehrere Förderstellen zwischen Groß- und Kleinaitingen sowie Schwabmünchen liefern seither stabile Produktionsmengen. Bis heute kamen insgesamt rund 1,4 Millionen Tonnen Erdöl zusammen. Die jährliche Fördermenge liegt inzwischen bei fast 40.000 Tonnen. Damit ist der Standort der mit Abstand größte Ölförderbetrieb im Alpenvorland. Die letzten Förderstellen „Aitingen Süd 2“ und „Aitingen Nord-Ost 1“ wurden 2012 gebohrt und sind mit Stahlleitungen mit dem Betriebsplatz an der Bahnlinie bei Großaitingen verbunden.

Ein Informationstag für die Bevölkerung von Kleinaitingen ist für den Herbst direkt an der Bohrstelle geplant. Der genaue Termin wird veröffentlicht, sobald er feststeht.

Quelle: Augsburger Allgemeine

...
Neues Bohrloch am Lechfeld ist ein finanzielles Wagnis - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/Neues-Bohrloch-am-Lechfeld-ist-ein-finanzielles-Wagnis-id38812552.html

...
Neues Bohrloch am Lechfeld ist ein finanzielles Wagnis - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/Neues-Bohrloch-am-Lechfeld-ist-ein-finanzielles-Wagnis-id38812552.html

...
Neues Bohrloch am Lechfeld ist ein finanzielles Wagnis - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/Neues-Bohrloch-am-Lechfeld-ist-ein-finanzielles-Wagnis-id38812552.html

Aktuelle News

15.03.2019 Schaden an Verrohrung

Bohrung wird seit den Wartungsarbeiten nicht mehr betrieben

21.02.2019 Signifikantes Wachstum für Wintershall DEA geplant

Produktion soll um 40 Prozent gesteigert werden

11.02.2019 Instandhaltungs-arbeiten am Standort Blexen

Die anstehenden Arbeiten sind Teil des dreijährigen Instandhaltungsprogramms

01.02.2019 Wintershall bereitet fachgerechten Rückbau von Bohrungen vor

Erdgas- und Erdölbohrungen in der Samtgemeinde Barnstorf

03.01.2019 Wintershall bereitet neue Bohrung in Emlichheim vor

Ehemaliges Erdölfeld soll wieder erschlossen werden