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12.02.2013

Münchner Merkur: Energie aus Deutschlands TiefenEnergieressourcen auf heimischen Boden – in seiner Ausgabe vom 5. Februar 2012 gibt der Münchner Merkur einen Überblick zu den aktuellen Prognosen zum Thema Erdöl, Erdgas und Kohle. Ein wichtiges Fazit: Bislang ungenutzte Potenziale finden sich insbesondere bei den nicht-konventionellen Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Deutschland ist ein rohstoffreiches Land. Öl, Gas, Kohle, Metalle und seltene Erden schlummern in der Tiefe. Neue Techniken und steigende Energiepreise machen die Förderung möglich – beziehungsweise wieder lukrativ. In einer Serie stellen wir Deutschlands Bodenschätze vor. VON MANUELA DOLLINGER München. Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind- und Wasserkraft spielen eine immer wichtigere Rolle – doch sie werden noch für eine ganze Weile nicht den Bedarf in Deutschland decken können. Die Energierohstoffe Öl, Gas und Kohle sind bis auf weiteres unverzichtbar. Die Preise steigen und fallen mit dem globalen Wirtschaftswachstum – die Entwicklung auf dem Markt entscheidet heute darüber, ob und wo sich die Förderung in Deutschland lohnt. Auch neue Fördermethoden führen dazu, dass alte Reviere wieder erkundet und neue erschlossen werden. “Steigende Preise und neue Fördermethoden machen es rentabel, in Deutschland verstärkt Erdöl und Erdgas zu fördern”, bestätigt Miriam Strauch, Sprecherin des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG). Die Rohstoffjagd hat begonnen.

Import-Abhängigkeit
Der Bedarf an einigen Rohstoffen, insbesondere Steine und Erden, wird aus der heimischen Förderung gedeckt. Dagegen ist Deutschland bei Metallen, Industriemineralien und den Energierohstoffen – mit Ausnahme von Braunkohle – sehr stark von Importen abhängig. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) entfielen im Jahr 2011 rund 60 Prozent der Ausgaben für Rohstoffimporte auf Erdgas und Erdöl. Deutschland hat Energieträger im Wert von 137,5 Milliarden Euro importiert – etwa die gleiche Menge wie im Jahr zuvor. Allerdings haben sich die Kosten um 25 Prozent erhöht. Preistreiber ist unter anderem der Energiehunger der aufstrebenden Schwellenländer. Experten raten deshalb, sich verstärkt auf heimische Ressourcen zu besinnen.

Erdgas
Der WEG erstellt jedes Jahr einen Bericht zur Erdöl- und Erdgasproduktion in Deutschland. Danach wurden 2011 in Deutschland 11,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Das deckt rund 14 Prozent des deutschen Bedarfs. Das restliche Gas wird importiert, vor allem aus Russland (30 Prozent), Norwegen (27 Prozent) und den Niederlanden (20 Prozent). Dabei liegen unter der einheimischen Erde Erdgas-Reserven mit einem Volumen von 125 Milliarden Kubikmetern, die auf Förderung warten. Dazu kommen rund 826 Milliarden Kubikmeter Erdgas-Ressourcen – Vorkommen, die noch nicht durch Probebohrungen gesichert sind. Sogenannte Explorationsbohrungen haben das Ziel, neue Felder zu erschließen, den Untergrund zu erkunden oder aufgegebene Felder wieder zu erschließen. Laut Miriam Strauch sind momentan viele Bohrungen in Vorbereitung. “Die Industrie möchte diese Potenziale fördern, vorher muss aber geprüft werden, wie viel wirtschaftlich gefördert werden kann.” Niedersachsen ist das Zentrum der deutschen Erdgasförderung – mit einem Produktionsanteil von 95 Prozent – gefolgt von Schleswig-Holstein mit 3,3 Prozent. Das produktionsstärkste Feld war 2011 mit knapp einer Milliarde Kubikmeter das Erdgasfeld Völkersen bei Bremen. Hier fördert die RWE Dea. Bayern trägt lediglich 0,6 Prozent zur Erdgasförderung bei. Allerdings werden in Bayern zahlreiche stillgelegte Erdöl- und Erdgaslagerstätten als Untertage-Erdgasspeicher genutzt. Die Gasspeicher gleichen Verbrauchsspitzen aus – unverzichtbar für die sichere Erdgasversorgung im Land. 

Erdöl
Erdöl ist weltweit nach wie vor der wichtigste Energieträger. Der Durst danach steigt – vor allem in den Schwellenländern. Lediglich 2,5 Prozent des deutschen Erdöl-Bedarfs werden im Land gefördert – der Rest wird importiert. Allerdings ist die Erdölförderung 2011 laut WEG gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 2,7 Millionen Tonnen gestiegen. Die deutschen Erdöl-Reserven liegen bei 35,3 Millionen Tonnen. Auch bei der Erdölförderung liegen Niedersachsen und Schleswig-Holstein vorne. Die Mittelplate ist das größte Ölfeld Deutschlands. Es liegt im Wattenmeer acht Kilometer vor der schleswig-holsteinischen Westküste. RWE Dea und Wintershall sind hier aktiv. 2011 wurden eine Million Tonnen Erdöl gefördert. In Bayern sind nur noch drei Erdöllagerstätten in Förderung. Laut Bayerischem Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie “zeichnet sich ab, dass in maximal 20 bis 25 Jahren auch die letzten heute erschlossenen Lagerstätten wirtschaftlich erschöpft sind und die Gewinnungstätigkeiten auf Erdöl und Erdgas in Südbayern zum Erliegen kommen”. Erdöl- und Erdgasgesellschaften haben sich weitgehend aus Bayern zurückgezogen. Die Hoffnung, neue Lagerstätten zu entdecken, ist daher gering. Lediglich eine Handvoll Firmen sind bei der Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland aktiv. Die größten sind die Wintershall Holding, RWE Dea, die GDF SUEZ E&P Deutschland und ExxonMobil – und das Geschäft boomt. ExxonMobil hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren: astronomische 44,9 Milliarden Dollar.

Steinkohle
Die heimische Steinkohle war Mitte des vorigen Jahrhunderts eine wesentliche Stütze des Wirtschaftsaufschwungs in Deutschland. Seitdem ist die Förderung rückläufig. 2011 wurden in Deutschland knapp 13 Millionen Tonnen Steinkohle gefördert. Die Reserven werden auf rund 83 Milliarden Tonnen geschätzt. Der deutsche Steinkohlebergbau ist allerdings seit Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig. Zum Vergleich: Die Förderung einer Tonne heimischer Steinkohle kostet 170 Euro, der Import einer Tonne ausländischer Steinkohle 107 Euro. 2011 wurde der Steinkohlebergbau in Deutschland mit zwei Milliarden Euro subventioniert – die Förderung soll bis 2018 eingestellt werden. Kosten sparen – dadurch steigen allerdings der Import und die Abhängigkeit.

Braunkohle
Braunkohle kann im Gegensatz zu Steinkohle im internationalen Wettbewerb bestehen. Deutschland ist weltweit der größte Produzent und kann seinen Bedarf selbst decken. Die Förderung in Deutschland lag 2011 bei 176,5 Millionen Tonnen, die Reserven bei 77 Milliarden Tonnen. Braunkohle wird im Rheinland, Helmstedt, in der Lausitz und im Revier Mitteldeutschland gewonnen.

Potenziale & Technik
Bislang ungenutzte Potenziale finden sich laut BGR insbesondere bei den nicht-konventionellen Erdöl- und Erdgasvorkommen. Tight Gas wird bereits gefördert, Schiefergas, Kohleflözgas und Schieferöl noch nicht. Die Vorkommen können nicht ohne spezielle Bohrtechniken erschlossen und genutzt werden, da sie sich in schwer durchlässigem Gestein angesammelt haben. Bei der Förderung muss erst das umliegende Gestein aufgebrochen werden. Eine Flüssigkeit wird eingepresst, so steigt die Durchlässigkeit. Die Methode heißt Hydraulic Fracturing (kurz Fracking) und wurde weltweit bereits an einer Million Bohrungen durchgeführt. In Deutschland wurde das Verfahren 1961 erstmals eingesetzt – seitdem 320 Mal. In den USA hat Fracking den Markt umgekrempelt. Allerdings gab es Medienberichte, nach denen es zu Grundwasserverunreinigungen gekommen ist. Die Methode ist umstritten. Das Urteil der BGR fällt jedoch positiv aus: “Nach Einschätzung der BGR könnten Fracking-Maßnahmen in Deutschland umweltverträglich durchgeführt werden, sofern die gesetzlichen Regelungen eingehalten, die erforderlichen technischen Maßnahmen getroffen und umfangreiche standortbezogene Voruntersuchungen durchgeführt werden.” Vor einigen Jahren begannen die Explorationen auf nicht-konventionelle Vorkommen. Ob und wenn ja wann die Produktion erfolgen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Laut WEG wird es wohl noch einige Jahre dauern. Momentan werden neue Richtlinien zur Förderung festgelegt. Sind die Rahmenbedingungen klar, dauert die Erschließung eines neuen Feldes: Seismische Messungen, Probebohrungen, Wirtschaftlichkeitsprüfung und Anlagenbau – erst dann fließt das Gas und sprudelt das Öl.

Quelle: Münchner Merkur vom 05.02.2013. Hier gehts zur Online-Version der Zeitung: Merkur-Online.de

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