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14.08.2015

Mit neuer Technik auf der Suche nach ÖlBau des Bohrplatzes in Rodewald läuft auf Hochtouren

Von Arne Hildebrandt Rodewald.

In Rodewald soll wieder nach Erdöl gebohrt werden. Rund 500 Meter östlich der Paltrock Mühle in Rodewald-Neudorf wird zurzeit auf einem Acker kräftig gebuddelt, gebaggert und geschweißt: Der größte deutscheErdöl- und Erdgasproduzent Wintershall baut dort seit Montag einen Bohrplatz.

Wie berichtet, prüft Wintershall Deutschland, ob das ehemalige Erdölfeld Suderbruch wieder erschlossen werden kann. Dafür baut die BASF-Tochter auf einer rund 8000 Quadratmeter großen Fläche einen Bohrplatz, auf dem ein rund 40 Meter hoher Bohrturm aufgestellt wird. Zunächst wird es nur zwei Testbohrungen geben, dann wird entschieden, ob sich die erneute Förderung lohnt.

Die Arbeiten werden etwa zehn Wochen dauern, dann soll der Bohrplatz fertig sein. Der Bohrturm wird Mitte Oktober aufgestellt. 

Rund 5000 Kubikmeter Mutterboden werden in diesen Tagen abgeschoben. Er wird auf dem Gelände gelagert. Um besser fahren zu können, werden provisorisch Holzplatten verlegt. Die ganze Fläche soll aber asphaltiert werden. Nur das rund 500 Quadratmeter große Fundament für die Bohranlage wird betoniert.

Seit Montag wird das erste von zwei 60 Meter langen und 60 Zentimeter dicken Standrohren in den Boden gelassen. Rohr für Rohr wird zusammengeschweißt, bis das Standrohr in 60 Metern Tiefe die Gesteinsschicht erreicht hat. Dadurch soll das Grundwasser geschützt werden. Durch das Standrohr wird das Bohrgestänge mit dem Bohrkopf geführt. Eine Bohrung verläuft vertikal bis zu einer Tiefe von rund 2400 Metern und wird drei potenziell ölführende Schichten erfassen. Die zweite Bohrung wird in einer Tiefe von 1500 Metern horizontal auf einer Länge von 1000 Meter abgelenkt. So können mit einer Bohrung rund 400 Meter der Lagerstätte erfasst werden - ein enormer Unterschied zur früheren Ölförderung. 

 

Im Oktober und im November sollen die Erkundungsbohrungen beginnen. Sie sollen bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Daran anschließen soll sich ab Anfang 2016 ein sechsmonatiger Fördertest. "Erst danach fällt eine Entscheidung über eine mögliche Wiederaufnahme der traditionellen Erdölförderung im Feld Suderbruch", so Wintershall-Pressesprecher Mark Krümpel. Fracking schließt Wintershall aus. Die Erdölförderung in Suderbruch hat eine lange Tradition. Zwischen 1949 und 1994 hat der damalige Betriebsführer BEB hier insgesamt 3,4 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Die Produktion wurde 1994 aufgrund der damals sehr niedrigen Ölpreise eingestellt. Die Bohrungen wurden verfüllt, die Plätze rekultiviert und danach überwiegend wieder als Ackerland genutzt.

Einige Jahre später hat ExxonMobil Production Deutschland (EMPG) die Konzession von BEB übernommen und ist bis heute Inhaber des Erdölfeldes. Im Falle einer Wiedererschließung wäre Wintershall mit einem Anteil von 50 Prozent Betriebsführer. Die übrigen 50 Prozent hält weiterhin ExxonMobil. Wintershall hat im Juli vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) die Genehmigung für die Wiedererschließung und den Bohrplatzbau erhalten. Die Erdöllagerstätte Suderbruch liegt im Bewilligungsfeld "Nienhagener Heide" in den Samtgemeinden Steimbke (Landkreis Nienburg) und Schwarmstedt (Landkreis Heidekreis). Der Bau des Bohrplatzes wird überwiegend von Subunternehmern aus der Region ausgeführt, so Krümpel. Wegen der Baustelle ist in den nächsten zehn Wochen im nördlichen Rodewald mit erhöhtem Verkehrsaufkommen vor allem von Lkws zu rechnen. "Das übersteigt aber nicht das übliche Maß einer Baustelle dieser Größe", so Krümpel. Nach Abschluss des Fördertests und wenn alle Ergebnisse ausgewertet sind, wird Wintershall über die Rückkehr der Pferdekopfpumpe nach Suderbruch entscheiden. Krümpel: "Sollten sich unsere Vermutungen bestätigen und alle Behörden zustimmen, würden wir frühestens ab 2018 Erdöl im regulären Betrieb fördern." 

Mehrere Millionen Euro investiert Wintershall allein in die Test-Bohrung. "Ob es sich lohnt, wissen wir erst nach dem Abschluss", sagt Krümpel. "Aber dieses Risiko müssen wir eingehen."

Quelle: dieharke.de

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