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09.12.2016

Licht am "Weihnachtsbaum"Wirtschaft Warum Ölsucher bei Kleinaitingen Erdgas verbrennen

Königsbrunner Zeitung vom 09.12.2016

Kleinaitingen - "Weihnachtsbaum" nennt sich das Gestänge auf dem abgesperrten Areal südlich von Kleinaitingen. Denn mit seinen Seitenarmen samt Ventilen und Druckverschlüssen erinnert sein Schattenbild Ölsucher an eine geschmückte Tanne.

Dieser Apparat sitzt genau auf jenem Bohrloch, das im Herbst rund 1300 Meter tief unter den nahen Ortsrand getrieben wurde. An diesem Weihnachtsbaum messen Experten des Unternehmens Wintershall derzeit, ob die Ausbeute der neuen Förderstelle wirtschaftlich sein wird. Dabei steigt auch Erdgas hoch. Derzeit wird es noch an einer Fackel abgebrannt. Ihr Licht hoch oben auf einem Masten ist nachts selbst im Nebel von den nahen Straßen aus gut zu sehen und wirkt auf unvorbereitete Augenzeugen zuweilen rätselhaft.

Den Hintergrund erläuterte ein Unternehmenssprecher gegenüber unserer Zeitung: Wintershall konnte die Erdölbohrung "Aitingen Süd 3" wie geplant im November abschließen. Seither wird die 1300 Meter tiefe Förderstelle auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Dies werde noch einige Tage dauern. Während der Testarbeiten muss das sogenannte Erdölbegleitgas abgefackelt werden. Es tritt stets aus, wo immer Erdöl gewonnen wird.

Anwohner würden daher auch an den kommenden Tagen eine Fackeltätigkeit sehen, so der Firmensprecher. Wintershall bitte um Verständnis für diese zeitlich begrenzte Arbeit. Gleichzeitig betont das Unternehmen: Bei der regulären Förderung am Standort Aitingen zwischen Groß- und Kleinaitingen sowie bei Schwabmünchen fackle es kein Erdölbegleitgas ab.

Wintershall sei das einzige Unternehmen der Öl- und Gasbranche, welches sowohl in Deutschland als auch weltweit bereits auf das "Flaring" genannte Abfackeln von Erdgas im Regelbetrieb verzichte. Dies gelte für alle Anlagen, an denen Wintershall Betriebsführer ist. Und: Es gelte bereits seit 2012.

Am Standort Aitingen strömt das Erdöl samt dem mit hochsteigendem Gas durch sogenannte Anschlussleitungen zur Betriebsstätte an der Bahnlinie zwischen Groß- und Kleinaitingen. Das sind kleine, unter der Erde verlegte Pipelines. Erst im Wintershall-Betrieb werden Öl und Gas getrennt. Das Öl wird gereinigt und geht per Güterzug zur Raffinerie. Das Erdgas wandelt Wintershall zur Eigenversorgung seiner Anlagen in Strom und Gas um. Der große Rest strömt ins Netz von Erdgas Schwaben. Die Menge reicht, um etwa 200 Einfamilienhäuser dauerhaft zu versorgen.

Diesen Weg wird auch das Gas von der Bohrung "Aitingen Süd 3" nehmen, sobald der Testbetrieb erfolgreich abgeschlossen und die Förderstelle durch eine Leitung mit dem Ölwerk verbunden ist. Nur, wenn sich die Fördermenge als zu gering herausstellen sollte, werden Öl und Gas an dieser Stelle für immer im tiefen Sandstein bleiben.

Fragen von Bürgern beantwortet Wintershall an der Bürgerhotline unter der Telefonnummer 06341/594-222.

Quelle: Königsbrunner Zeitung