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17.02.2014

Diepholzer Kreisblatt: „Ein bisschen Licht ins Dunkel“3,6 Millionen Tonnen Erdöl wurden bereits am Standort Barnstorf gefördert. Jetzt soll ermittelt werden, wie viel Potenzial im Ölfeld Bockstedt noch steckt.

Barnstorf. Die Erdölförderung in Bockstedt hat große Tradition. Bereits in den 1950er Jahren hat die Wintershall damit begonnen, das schwarze Gold aus dem Boden zu holen. Inzwischen sprudelt es zwar nicht mehr so gewaltig wie früher, doch an ein baldiges Ende der Förderung glaubt die Unternehmensführung in Barnstorf nicht. Im Gegenteil: Der international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent strebt jetzt neue Untersuchungen an, um mögliche weitere Vorkommen besser ermitteln und ausschöpfen zu können. “Das alte Feld Bockstedt hat noch Überraschungen zu bieten”, ist Joachim Pünnel, Leiter der Deutschland-Aktivitäten von Wintershall, felsenfest überzeugt. Anfang des Jahres seien in bis zu 1300 Metern Tiefe mehrere Bohrungen in einem der ältesten Ölfelder der Region vorgenommen worden, die durchaus vielversprechend gewesen seien. Nun sollen seismische Messungen näheren Aufschluss über das Erdölvorkommen am Rande des Fleckens Barnstorf liefern. “Die Seismik bringt ein bisschen Licht ins Dunkel”, erklärt Pünnel. Wie wichtig das Feld Bockstedt ist, zeigt ein kurzer Blick in die Geschichte: In sechs Jahrzehnten seien rund 3,6 Millionen Tonnen Reinöl aus dem konventionellen Reservoir gefördert worden, berichtet die Wintershall. Das Volumen entspreche etwa der Hälfte des monatlichen Ölbedarfs in Deutschland. Von den einst 84 Bohrstellen werde heute noch auf 18 Plätzen gefördert. Doch wenn es nach den Erwartungen der Fachleute geht, könnten die Pumpen wieder verstärkt in Rotation kommen. Um verborgene Potenziale zu erforschen, plant das Unternehmen neue hochauflösende geophysikalische Messungen.

Durch die so genannte Seismik soll der Untergrund besser und engmaschiger analysiert werden, als es noch vor Jahrzehnten der Fall war. Die letzten seismischen Messungen in Bockstedt seien im Jahr 1985 vorgenommen worden, berichtet Projektleiter Helmut Pinnekamp. Inzwischen habe sich die Technik weiter entwickelt, sowohl bei den Untersuchungen vor Ort als auch in der Datenauswertung. “Die Messungen gestatten uns, ein genaues, dreidimensionales Abbild der geologischen Schichten anzufertigen und erlauben damit eine wesentlich bessere Charakterisierung der Lagerstätte”, so Pinnekamp weiter. Durch das Verfahren könnten die besten Punkte für neue Bohrungen festgelegt und gleichzeitig ihre Anzahl minimiert werden. Denn so viel steht für den Geophysiker fest: “Je genauer unser Verständnis vom Aufbau der Gesteinsschichten ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, direkt Öl zu finden.” Sobald die bergrechtliche Genehmigung vorliegt, will die Wintershall mit der detaillierten Planung für die Messungen beginnen. Dabei stellt Bockstedt das Zentrum eines fast 60 Quadratkilometer großen Gebietes dar. Neben Aldorf und Drentwede werden auch Heiligenloh und Natenstedt sowie Teile der Gemeinde Colnrade berührt.

Im September dieses Jahres sollen die Messtrupps anrücken. Dabei müssen viele öffentliche und private Grundstücke betreten werden. Nach Angaben des Projektleiters werden die Arbeiten voraussichtlich viereinhalb Monate dauern. Die Auswertung der Daten nehme dann etwa ein Jahr in Anspruch, so dass Anfang 2016 die ersten neuen Bohrungen erfolgen könnten. Die Wintershall wäre damit auf dem besten Weg, die Ressourcen der Lagerstätte noch effizienter auszuschöpfen. Nach Angaben des Unternehmens werden in der Regel 30 bis 40 Prozent des Erdölvorkommens gefördert. Lässt sich dieser Anteil auf bis zu 50 Prozent steigern, macht sich das wirtschaftlich bezahlt – und wirkt sich auf die Lebensdauer des Ölfeldes aus. “Die Förderung an diesem Standort könnte so für mehrere Jahrzehnte gesichert werden”, erklärt Pünnel. Dies wirke sich auch positiv auf die Zukunft des Standortes Barnstorf aus, wo das Unternehmen seit 60 Jahren ansässig ist. Die Einzelheiten des Vorhabens will die Wintershall bei zwei Informationsveranstaltungen erläutern. Der erste Termin ist am Dienstag, 18. Februar, von 15 bis 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bockstedt. Eine weitere Veranstaltung gibt es am Mittwoch, 19. Februar, von 15 bis 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Natenstedt. Hier können Bürger mit den Experten ins Gespräch kommen und auch Fragen zu den Messungen stellen.

Weitere Informationen zur Ölförderung in Bockstedt

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