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02.09.2016

Der vierte Tank steht kurz vor der FertigstellungWintershall macht Fortschritte bei Modernisierung der Erdölaufbereitung

Diepholzer Kreisblatt vom 02.09.2016

BARNSTORF
Bei Wintershall geht es Schlag auf Schlag: Vor wenigen Wochen hat das Unternehmen die neue Leitung für das Erdölfeld Düste in Betrieb genommen. Im Feld Bockstedt laufen zurzeit die Vorbereitungen für zwei neue Bohrungen. Und auch auf dem Werksgelände in Barnstorf geht es voran. Dort steht die umfangreiche Modernisierung der Erdölaufbereitung kurz vor dem Abschluss.

Es sind Maßnahmen im großen Stil, die auf dem Gelände an der Rechterner Straße umgesetzt werden. Mit der Entwicklung der Modernisierungsarbeiten sind die Unternehmensvertreter laut einer Pressemitteilung zufrieden. 'Wir machen große Fortschritte. Im Dezember können wir den vierten und vorerst letzten Tank in Betrieb nehmen', berichtet Alexander Steigerwald, Leiter der Produktionsbetriebe Nord.

Die Modernisierung der Erdölaufbereitung ist Teil eines dreijährigen Investitionspaketes von 30 Millionen Euro. Die Mittel fließen in Infrastruktur sowie Sicherheit und Umweltschutz am Standort Barnstorf. Dazu gehört auch der jüngste Bau einer neuen Nassölleitung vom Feld Düste zum Betriebsgelände, die seit Juni dieses Jahres in Betrieb ist. Außerdem hat die BASF-Tochter ein neues Gas- und Brandschutzzentrum errichtet.

Bereits vor zwei Jahren hat das Unternehmen mit dem Neubau von vier Erdöl- und Wassertanks begonnen. Sie haben ein Fassungsvermögen zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Litern. 'Das Besondere ist, dass die Tanks aufgrund ihrer innovativen Bauweise keine großflächigen Betonauffangwannen mehr benötigen', erläutert Steigerwald. Die Öltanks hätten einen begehbaren Ringraum und auch die Wassertanks seien doppelwandig ausgeführt. Zudem seien alle Tanks mit einer kontinuierlichen Überwachung ausgerüstet.

Im Rahmen der Fertigstellung des vierten und vorerst letzten Tanks sowie Einbindung der Nassölleitungen in den Aufbereitungsprozess müsse das Unternehmen aus Sicherheitsgründen zeitweise geringe Mengen an überschüssigem Erdölbegleitgas abfackeln. Der größte Teil des Erdölgases werde weiterhin zur Erzeugung von Strom und Wärme in der betriebseigenen Kraft- Wärme-Kopplungs-Anlage genutzt, erläutert der Leiter der Produktionsbetriebe. 'Mit dem Abschluss der Arbeiten Ende dieses Jahres werden wir die temporäre Fackeltätigkeit einstellen.'

Wintershall verzichtet eigenen Angaben zufolge seit 2012 weltweit auf das Abfackeln von Erdölbegleitgas im Regelbetrieb und hat in innovative Technologien investiert, um dieses Gas zur Produktion von Strom, Wärme und Dampf auch an den deutschen Standorten zu nutzen. Das seien weltweit 500 Millionen Kubikmeter Begleitgas pro Jahr. Die Menge entspreche dem Jahresgasbedarf einer deutschen Großstadt wie Hannover oder Nürnberg.

Barnstorf gilt als Zentrum der heimischen Förderung von Deutschlands größtem, international tätigen Erdölund Erdgasproduzenten. Wintershall fördert im Norden bereits seit mehr als 70 Jahren Erdöl und Erdgas. Am Standort Barnstorf entsteht zudem entscheidendes Know-how zu Bohr- und Fördertechniken- auch für den Einsatz weltweit. 'Mit unserem Investitionspaket rüsten wir den Standort für eine Fortsetzung der Erdöl- und Erdgasförderung in der Region', sagt Andreas Scheck, Leiter Wintershall Deutschland.

Quelle: Diepholzer Kreisblatt 

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