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25.09.2012

Augsburger Allgemeine: Neuer Öl-Bohrplatz nahe der Stadt geplantIm Raum Schwabmünchen soll es eine dritte Bohrstelle zur Erdölförderung geben. Der Stadtrat befürwortet das Wintershall-Vorhaben und spricht sich für hohe Umweltsicherheitsstandards aus.

Die Augsburger Allgemeine berichtet am 23. September 2012 in ihrer Ausgabe von Plänen der mehr Öl im Raum Schwabmünchen fördern. Ein weiterer Bohrplatz soll nahe der Stadt errichtet werden:

“Die BASF-Tochter Wintershall will noch mehr Öl im Raum Schwabmünchen fördern und plant, einen weiteren Bohrplatz nahe der Stadt zu errichten. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtrates bekannt. Der dann dritte Bohrplatz soll ebenso wie die beiden inzwischen erschlossenen Förderstellen am verlängerten Paintenweg, nördlich der Kläranlage und westlich von Mittelstetten entstehen.

Zunächst muss eine Probebohrung durchgeführt werden. An zwei Stellen auf Schwabmünchner Gebiet wird schon Öl gefördert. Auf dem Lechfeld zwischen Groß- und Kleinaitingen gibt es schon seit vielen Jahren eine ganze Reihe an Förderstellen für Erdöl und Erdgas.

Rainer Ihl, Betriebsleiter der Firma Wintershall, erläuterte dem Stadtrat die Pläne zur Erschließung des Bohrplatzes „Schwabmünchen 6“. Die Bohrung dringt in eine Tiefe von etwas mehr als 1500 Meter vor. Sie wird jedoch nicht senkrecht nach unten ausgeführt, sondern verläuft schräg. So sind der Bohrplatz und das eigentliche Ziel, in der Fachsprache Aufschlagpunkt genannt, 600 Meter voneinander entfernt. Dies ist nötig, da der Bohrplatz sonst zu nahe an den Schutzgebieten entlang der Wertach läge. Der Bohrplatz wird wie die beiden früheren Anlagen in der Nähe aussehen.

 

Verschiedene Chemikalien bei Bohrvorgang

Im Innenbereich wird ein dichtes Becken entstehen, in dem alle gefährlichen Stoffe gelagert werden, die beim Bohren und Fördern benötigt werden. Für den Bohrvorgang werden verschiedene Chemikalien benutzt, um das Bohrloch zu spülen. „Diese werden von uns fachgerecht entsorgt“, versicherte Ihl. Die eingesetzten Stoffe entsprechen alle der Wassergefährdungsklasse 1, sind also schwach wassergefährdend. Erschlossen wird das Gelände über den Paintenweg und den als Verlängerung dienenden ausgebauten Feldweg dort.

Der Stadtrat befürwortet die Erstellung des Bohrplatzes, betonte aber, dass sichergestellt sein muss, dass durch die Bohrmaßnahme keine Gefährdung für die Umwelt entsteht.

Der Gemeinderat von Kleinaitingen hat derweil dem Bau einer Pipeline vom Westrand seiner Ortsgrenze zum Wintershall-Werk an der Bahnlinie bei Großaitingen zugestimmt. Bei Kleinaitingen war im Vorjahr eine Bohrung fündig geworden. Wegen steigender Energiepreise lohnt sich für Förderunternehmen auch die Erschließung und Ausbeute kleiner Ölfelder. Die in Sandsteinschichten gebundenen Vorkommen unter dem Lechfeld und seiner Umgebung erweisen sich dabei seit über 25 Jahren als stetig liefernde Quelle der Förderpumpen.”

Quelle: Augsburger Allgemeine

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