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Wintershall Deutschland

Wintershall Weltweit
03.12.2014

Auch eine erprobte Technologie ist kein Freifahrtschein
Fracking ist eine spezielle Fördermethode, um Erdgas zu fördern. Während das Verfahren beispielsweise in den USA bereits in großem Stil praktiziert wird, sorgt es hierzulande für intensive Diskussionen. Andreas Scheck von der Wintershall Holding GmbH, Kassel, und Ann-Kathrin Schneider, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Berlin, stellen ihre Positionen vor. Die Gespräche führte Olaf Schultz.

Pro

Andreas Scheck ist Leiter Wintershall Deutschland in Barnstorf:
Erdgas aus der heimischen Förderung versorgt über sechs Millionen Haushalt in Deutschland – seit Jahrzehnten. Doch die deutsche Erdgasförderung geht immer stärker zurück. Konnten vor zehn Jahren noch 20 Prozent aller Haushalte mit heimischem Erdgas heizen, hat sich der Anteil bis heute fast halbiert. Wir müssen handeln, wenn wir nicht vollkommen abhängig von Energieimporten aus dem Ausland sein wollen.

Die Fördertechnologie Hydraulic Fracturing kann uns auch in Zukunft dabei helfen. Deutschland ist bekannt für höchste Technik- und Umweltstandards, strenge gesetzliche Kontrollen und vor allem für hohe Ingenieurskunst. Mehr als 300 in Deutschland durchgeführte Fracs in konventionellen Lagerstätten beweisen, dass die Technologie anwendbar ist, ohne die Umwelt oder das Trinkwasser zu schädigen. Doch auch eine erprobte Technologie ist kein Freifahrtschein. Deutschland ist kein Land der unbegrenzten Möglichkeiten und soll es auch gar nicht werden.

Umwelt- und Trinkwasserschutz haben auch für uns höchste Priorität. Aber es ist besser, eine Fördertechnologie weiterzuentwickeln, statt sie pauschal zu verbieten; gerade im Hinblick auf mögliche Schiefergasvorkommen, die Deutschland ein Stück mehr Eigenversorgung garantieren könnten. Denn nur wenn wir uns alle Optionen offenhalten, können wir unsere Energieversorgung sichern und gleichzeitig die Wirtschaftskraft mit einer wegweisenden und international anerkannten Technologie- und Umweltexpertise stärken.

 

Kontra

Ann-Kathrin Schneider ist Energieexpertin des BUND in Berlin:
Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sind die Pläne der Bundesregierung, die riskante Gasfördermethode Fracking in großen Tiefen möglicherweise noch in diesem Jahr erlauben zu wollen, ein klarer Fall von vorauseilendem Gehorsam gegenüber internationalen Energiekonzernen.

Diese wollen die umstrittene Gasfördermethode in großem Maßstab in Deutschland durchsetzen. Die inakzeptablen Risiken des Einsatzes giftiger Chemikalien beim Fracking würden von der Bundesregierung damit eindeutig unterschätzt. Fracking gefährdet die Grund- und Trinkwasservorkommen in Deutschland und damit die Gesundheit der Bevölkerung. Das Verfahren ist unserer Ansicht nach lediglich eine weitere Methode, um das System der fossilen Energieerzeugung am Laufen zu halten. Die vielen mit Fracking verbundenen Risiken lassen sich nur vermeiden, wenn die Bundesregierung diese Gasfördermethode in jeder Variante verbietet. Erforderlich ist stattdessen ein schnellerer Ausstieg aus den Energieträgern Atomkraft, Kohle, Öl sowie Gas und ein konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energiequellen. Nur so lassen sich letztlich auch die ambitionierten Klimaschutzziele umsetzen. Gegen Fracking spricht auch, dass hierzulande mit dieser Methode förderbares Gas nur einen Bruchteil des Verbrauchs decken kann. Es ist der falsche Weg, viele Hundert Millionen Euro in eine Technologie zu investieren, die lediglich einen kurzen Zeitraum überbrückt und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern verzögert.

Quelle: Agrarzeitung

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