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20.10.2014

Alarmierungsplan getestet Der Wintershall-Alarmierungsplan wurde erfolgreich im Rahmen einer Gasalarmübung in Borstel getestet.

Rund 110 Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten aus: Der Erdgasförderbetrieb Staffhorst Päpsen Z1c hatte einen Sauergasausbruch gemeldet, so das Szenario. “Wir proben einmal jährlich die Koordination unserer Betriebsfeuerwehr mit den jeweiligen Freiwilligen Ortswehren”, erklärte Michael Kobel, stellvertretender Betriebsleiter. Erstmals fand die Übung in Päpsen statt. Beteiligt waren die Ortsfeuerwehren aus Siedenburg, Brake, Borstel, Staffhorst und Asendorf, die Sulinger Kameraden stellten die Drehleiter. Die Leitung des Übungseinsatzes hatten Gemeindebrandmeister Rolf Bollhorst und Werner Geis, Gasschutzleiter bei der Wintershall.

“Ziel der Gasalarmübung war es unter anderem, die Alarmierungsketten, das im November 2013 vorgestellte Absperrkonzept und den Ablauf einer Menschenrettung unter erschwerten Bedingungen zu testen”, erklärte Wintershall-Pressesprecher Mark Krümpel. Das Szenario: Zum Zeitpunkt des simulierten Ereignisses sind fünf Mitarbeiter auf dem Förderplatz beschäftigt. Zwei befinden sich auf der Tankanlage, zwei andere sind mit Kranhebearbeiten beschäftigt und eine Aufsichtsperson koordiniert die Arbeiten. Bei den Kranarbeiten wird ein Bauteil in die unmittelbare Nähe der Förderleitung geschwenkt und löst sich. Beim Herabstürzen wird die Leitung wesentlich beschädigt. Aufgrund eines technischen Defektes schließt das Sicherheitsabsperrventil nicht, daher tritt Sauergas aus. Zwei Mitarbeiter werden bewusstlos. Die Aufsichtsperson bemerkt den Vorfall, flüchtet zum Sammelplatz und setzt den Notruf ab.

Der Kranfahrer kann ebenfalls flüchten. Ein Mitarbeiter auf der Tankanlage kann sein Atemschutzgerät noch rechtzeitig anlegen. Sein Kollege wird laut Szenario jedoch bewusstlos und bleibt auf dem Tankgerüst. Die Messwarte Rehden alarmiert die Rufbereitschaft sowie die Betriebsfeuerwehr von Wintershall und die Freiwillige Feuerwehr. “Wir sind sehr zufrieden mit der Übung”, bilanzierte Michael Kobel, stellvertretender Betriebsleiter der Wintershall-Gasproduktion Nord. “Die Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Siedenburg und die Betriebsfeuerwehr von Wintershall erfüllten die Übungsziele. Für die Höhenrettung kam die Drehleiter der Feuerwehr Sulingen zum Einsatz. Der Wintershall-Alarmierungsplan wurde erfolgreich getestet”, freute sich Kobel. Zum Abschluss der 90-minütigen Übung gab es eine Nachbesprechung sowie einen Imbiss für alle Übungsteilnehmer im Feuerwehrhaus Siedenburg. Alexander Steigerwald, Betriebsleiter der Wintershall Produktion Nord, bedankte sich bei den Einsatzkräften für den gelungenen Ablauf.

Quelle: Diepholzer Kreisblatt

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