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31.10.2012

30 Jahre ErdgasförderungMit einer Bürgerveranstaltung und Informationen über das Internet schafft Wintershall Transparenz zum Projekt Düste Z10. Durch das Fracking-Verfahren bestehe keinerlei Gefährdung für das Trinkwasser in der Region, betont Wintershall.

Projektleiter Steffen Liermann stellte die Bohrung Düste Z10 vor und beantwortete die vielen Fragen der Besucher

Artikel aus dem Barnstorfer Wochenblatt vom 31.10.2012, von Janin Decker

BARNSTORF. „Es ist physikalisch ausgeschlossen, dass die eingebrachten Fracs, also die Risse, nach oben wandern“ betonte Steffen Liermann in der vergangenen Woche am Bohrplatz Düste Z10 der Firma Wintershall in Barnstorf. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung beantwortete der Projektleiter alle Fragen zu der dort geplanten Erdgasförderung.
„Wir möchten den Ängsten der Bevölkerung entgegen wirken und haben uns deshalb für eine solche Veranstaltung entschieden“, erklärte er. Zusätzlich wolle die Wintershall per Informationen über das Internet für Transparenz sorgen. Unter www.wintershall.de gibt es nicht nur Berichte zum Fracking im Allgemeinen, sondern auch immer wieder Informationen zum neuesten Stand der Arbeiten in Barnstorf.
Dort erwartet Wintershall ein Erdgasvorkommen von 40 Milliarden Kubikmetern. Förderbar seien etwa zehn Milliarden. Möglich ist das allerdings nur über Hydraulic Fracturing, also Fracking. „Das Gestein ist an diesem Standort sehr dicht“, erklärt Liermann. Zudem seinen die Hohlräume, in denen sich das Gas gesammelt hat, nur sehr klein und schlecht miteinander verbunden, so dass das Gas nicht frei zu einer Bohrung strömen kann.
Beim Fracking wird die Kontaktfläche zwischen der Lagerstätte des Erdgases und der Bohrung vergrößert. Unter hohem Druck wird ein Gemisch aus Wasser und Stützmitteln, die so genannte Frac-Flüssgkeit, in das Gestein gepumpt. Es entstehen Risse, die Fracs. „Das alles passiert in einer Tiefe von etwa 4000 Metern“, betont Liermann. Genau sind es bis zu sieben Fracs, die in einer Tiefe zwischen 3850 und 4350 Metern eingebracht werden sollen.

„Wie die Risse verlaufen, können wir schon vorab genau planen“, erklärt der Projektleiter. Denn durch den hohen Druck, der von oben auf das Gestein wirkt, bilden sich die Risse senkrecht aus. Zudem zeigen Untersuchungen und Erfahrungswerte, in welche Richtung der Frac verlaufen wird. Das Stützmittel hält den Riss offen und das Gas kann in die Bohrung fließen. „Wenn alles optimal verläuft können wir so einen fünf Millimeter breiten Riss erstellen“, sagt Liermann.
Gleichzeitig betonte er, dass für die Wintershall der Trinkwasserschutz höchste Priorität habe. „Die Bohrung selbst erfolgt mit einem abgedichteten Verbundsystem aus Stahlrohren. Der Zwischenraum zwischen diesen Stahlrohren und dem Gebirge wird mit Zement ausgefüllt, vor Inbetriebnahme auf Dichtheit getestet und laufend überwacht. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass weder während noch nach der Bohrung Kohlenwasserstoffe oder Frac-Flüssigkeiten in Grundwasser führende Schichten gelangt.
Dafür sorgt auch die geologische Struktur und insbesondere das so genannte Deckgebirge – mächtige Gesteinsschichten, die viele hundert, sogar tausend Meter groß, zwischen den Grundwasserleitern und der Schicht liegt, aus der gefördert wird. Das Deckgestein dient als natürliche Abdichtung“, heißt es auf der Internetseite
www.wintershall.de
Doch nicht nur die Bohrung an sich sei absolut sicher, auch auf dem Gelände sei sichergestellt, dass keine anfallenden Flüssigkeiten in den Erdboden gelangen. Drei Grundwassermessstellen überprüfen zudem die Werte des Grundwassers.
Bevor mit den Bohrungen begonnen werden kann, muss allerdings zunächst noch die Genehmigung abgewartet werden. Wenn alles gut läuft, rechnet Liermann Ende Dezember mit selbiger. Im März könne die Wintershall dann eventuell mit den Bohrungen beginnen. Vorher müsse noch die Wirtschaftlichkeit der geplanten Arbeiten überprüft werden. Sollte sich diese bestätigen, rechnet Wintershall mit einem Förderzeitraum von bis zu 30 Jahren. Ein Projekt mit Zukunft also. Eine Bohrung in der ersten Jahreshälfte hat das Vorkommen von Tight Gas, also Erdgas bereits bestätigt.

Was ist Tight Gas?
Tight Gas ist Erdgas, das sich in kleinen, nur schlecht miteinander verbundenen Hohlräumen zwischen dem Gestein (meist Sandstein) gesammelt hat. Durch diese wenig durchlässigen Gesteine kann das Erdgas nicht frei zu einer Bohrung strömen. Die Förderung von Tight Gas ist längst Teil der Energieversorgung. Weltweit sind die entsprechenden Techniken des Hydraulic Fracturing seit 50 Jahren im Einsatz. Auch in Deutschland ist die Förderung bei Tight Gas aus Sandstein-Schichten wie in Niedersachsen bestens erprobt und bewährt. Wintershall selbst fördert seit vielen Jahren Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten – in den Niederlanden, Russland, Argentinien und Deutschland. Hier war Wintershall seit 1978 an insgesamt 117 Förder-Operationen bei Tight Gas beteiligt.

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