Wintershall Corporate Website

Wintershall ist weltweit aktiv. Erfahren Sie mehr über unsere Strategie, Projekte und Werte auf unserer Corporate Website.

www.wintershall.com

 

 

Wintershall Deutschland

Wintershall Weltweit
09.12.2013

Zukunftstechnologie „made in Barnstorf“ – 60 Jahre Wintershall in DeutschlandMit einem Festakt beging Wintershall das 60-jährige Jubiläum des Standortes Barnstorf. Gemeinsam mit Gästen, Mitarbeitern und Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies wurde sowohl zurück- als auch in die Zukunft geblickt.

Martin Bachmann, Wintershall-Vorstand, und Olaf Lies, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, im Gespräch.

Trommelwirbel für die Wintershall Deutschland. Statt gediegener Musik zum Vorruhestand gab es fetzige Beats und einen dynamischen Auftritt. Auf fünf Ölfässern ließ die „Drum Connection“ die Trommelstöcke auf der Bühne im Theater Diepholz fliegen und zeigte, dass 60 noch lange kein Alter ist, um sich schlafen zu legen.

Vom Schweinestall, in dem das erste Bohrkernlager untergebracht war, zum modernen innovativen Betrieb zeichnete Joachim Pünnel, Leiter der deutschen Wintershall-Aktivitäten, den Weg der deutschen Wintershall nach. Ganze vier Mitarbeiter begannen 1953 mit der Ölförderung in Aldorf. Heute sind fast 300 Mitarbeiter am Standort Barnstorf tätig, davon allein 37 Auszubildende. Und die Pferdekopfpumpe Aldorf 1 macht bis heute ihr tägliches Nickmännchen. Und das 5000 Mal am Tag. „Sturmfest und erdverwachsen, eine echte Niedersächsin eben“, so Pünnel.

Mit Stolz konnte Joachim Pünnel dann dem Minister auch noch eine Zahl mit auf den Weg geben: „600 Millionen Euro fließen als Abgaben auf niedersächsisches Öl und Gas jedes Jahr an das Land Niedersachsen“. Sein Dank galt auch der guten und herzlichen Nachbarschaft, die die Wintershall in Barnstorf erfährt. Eine Nachbarschaft, die tiefe und lange Wurzeln in sich birgt.

Denn die Geschichte von Wintershall ist eine Familiengeschichte. Viele Familien aus der Gemeinde und der Region sind über Generationen mit der Wintershall verbunden. So wie Frank Jakobsen, der in Barnstorf für das Bohrkernlager verantwortlich ist. Vier Generationen seiner Familie sind dem Unternehmen treu. Er selbst ist seit 36 Jahren im Betrieb. 70.000 Meter Gestein und Bohrproben, die älteste Probe aus 1924, bilden eine umfangreiche Bibliothek für das Unternehmen. „Wir können sehen, wie es im Untergrund aussieht. Das älteste Material erlaubt einen Rückblick auf 500 Millionen Jahre Erdgeschichte. Es ist das Gehirn der Wintershall Deutschland.“

Zukunftstechnologie „made in Barnstorf“

Einen Blick in die Zukunft ließ sich Minister Olaf Lies bei seinem Besuch in der Rechterner Straße im Bohrkernlager zeigen. Geologe Dr. Bastian Köhrer erläuterte dem Minister die Unterschiede zwischen konventionellem und unkonventionellen Erdgas anhand unterschiedlichster Gesteinsproben. Auch die Wirkung des Pilzes Schizophyllan commune interessierte den Minister. Mit der Hilfe des vom Pilz produzierten Biopolymers kann auch älteren Lagerstätten mehr Öl abgerungen werden. „Und das Beste daran: Schizophyllan ist vollständig biologisch abbaubar!“, so Martin Bachmann, Vorstandsmitglied der Wintershall-Holding für Exploration und Produktion. Zukunftstechnologie „made in Barnstorf“, die so Bachmann weiter, auch das Interesse der großen Ölkonzerne aus dem Ausland weckt. Damit die Erfolgsgeschichte am Standort Barnstorf weiter fortgeschrieben werden kann, dafür soll auch der Nachwuchs sorgen. Bei einem Besuch der Lehrwerkstatt zeigte Marten Koldewey aus dem 4. Lehrjahr dem Minister sein Abschlussprojekt, einen eigens programmierten und aufgebauten Roboterarm. Olaf Lies, gelernter Funkelektroniker und Ingenieur für Elektrotechnik, fühlte sich sichtlich wohl zwischen den Lehrlingen und meinte mit einem Schmunzeln beim Blick auf die Feilen auf der Werkbank: „Schlimme Erinnerungen werden wach.“ Ein Geschenk für Olaf Lies und Martin Bachmann hatten die Azubis ebenfalls parat: Eine kleine Pferdekopfpumpe, die so Lies, fortan einen Ehrenplatz in seinem Büro haben soll.

Damit die Pumpen weiter nicken – bislang hat die Wintershall allein 70 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Deutschland gefördert -, richtete Martin Bachmann einen dringenden Appell an die Politik und forderte rechtliche Klarheit für die weitere Förderung in Deutschland. Die Produktion in Niedersachsen gehe zurück, Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro seien blockiert, Europa drohe das Rennen um die Rohstoffe zu verlieren. “Der Hype ums Schiefergas bedrohe die heimische konventionelle Förderung, so Bachmann.

Minister Olaf Lies: “Erdgas – hervorragender Partner der Energiewende”

Der Minister untermauerte im Theater Diepholz die Position der Landesregierung, für alle Frack-Vorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie ein öffentliches Beteiligungsverfahren einzuführen. Er wolle den Öl- und Gasunternehmen in Niedersachsen so die Tür öffnen für weitere Projekte in der Zukunft, denn Erdgas sei schließlich ein hervorragender Partner der Energiewende. Es trage zur Unabhängigkeit von Importen von Rohstoffen bei, so Lies. Martin Bachmann begrüßte die Versachlichung der Diskussion und blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Ich bin mir sicher, dass wir mit Technologie aus Barnstorf auch zukünftig in Deutschland und international mitmischen können.“

„Wir bekommen das gemeinsam hin“, so Lies. Mit Transparenz, Offenheit und Sachlichkeit sei er sicher, auch den 100. Geburtstag der Wintershall Deutschland gemeinsam feiern zu können. Einen ersten gemeinsamen Schritt unternahmen dann die Wintershaller Katharina Meyerund Dietmar Steinhöfel, stellvertretend für die Auszubildenen bzw. langjährigen Mitarbeiter am Standort, mit Minister Lies beim Anschneiden der Geburtstagstorte. Die ersten Stücke des dreistöckigen Kunstwerks, verziert mit einem Ortsschild von Barnstorf als Boden, einem Firmenlogo der Wintershall in der Mitte und einer Pferdekopfpumpe und einer 60 auf dem obersten Tortenstück, gingen an langjährige Mitarbeiter. Und ganz im Sinne des Jubilars hatte der Konditor wohl die Versuchung aus Sahne mit reichlichen Biskuitschichten versehen: ganz so, als ob man sich durch die Torte wie durch Gesteinsschichten hindurch bohren muss um in den Genuss zu kommen.

Anschließend nutzen die rund 400 Gäste im Theater den Abend, um die lange Geschichte ihres Unternehmens mit ihren persönlichen Erlebnissen Revue passieren zu lassen. Nikolaus, Engel und Knecht Ruprecht mischten sich unter die Gäste und verteilten kleine Schoko-Nikoläuse. Natürlich mit Wintershall-Logo auf dem Mantel.

Viele weitere Informationen zum Thema auf unserer Sonderseite

Aktuelle News

15.03.2019 Schaden an Verrohrung

Bohrung wird seit den Wartungsarbeiten nicht mehr betrieben

21.02.2019 Signifikantes Wachstum für Wintershall DEA geplant

Produktion soll um 40 Prozent gesteigert werden

11.02.2019 Instandhaltungs-arbeiten am Standort Blexen

Die anstehenden Arbeiten sind Teil des dreijährigen Instandhaltungsprogramms

01.02.2019 Wintershall bereitet fachgerechten Rückbau von Bohrungen vor

Erdgas- und Erdölbohrungen in der Samtgemeinde Barnstorf

03.01.2019 Wintershall bereitet neue Bohrung in Emlichheim vor

Ehemaliges Erdölfeld soll wieder erschlossen werden