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30.08.2013

Wintershall zur Fracking-Debatte: „Dialog statt Platzverweis!“Der BUND Hessen ruft zur Demonstration gegen Fracking auf. Wintershall stellt die Inhalte des Demonstrationsaufrufes richtig.

Über die Erdgasfördermethode Hydraulic Fracturing (umgangssprachlich: „Fracking“) wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Anlässlich des Anti-Fracking-Tages hat der BUND Hessen am 31. August 2013 zu einer Kundgebung vor der Wintershall Konzernzentrale in Kassel aufgerufen. Unter dem Motto “Rote Karte für Wintershall – Stoppt Fracking in Hessen und anderswo” wollen sie nach eigenen Angaben Wintershall stellvertretend für den Industriezweig die “Rote Karte” zeigen.

Der BUND Hessen lehnt Fracking grundsätzlich ab. Bürgerinitiativen haben den 31. August bundesweit zu einem Aktionstag gegen Fracking erklärt. Für die Demonstration in Kassel haben sie zudem Politiker der im Bundestag vertretenen Parteien aufgerufen, Ansprachen in der Friedrich-Ebert-Straße zu halten. “Das Recht auf freie Meinungsäußerung und der Austausch sind uns sehr wichtig. Daher bedauern wir, dass den Organisatoren nicht an einem Dialog, sondern offenbar nur an einer Protestveranstaltung (“Rote Karte zeigen!”) gelegen ist”, sagt Wintershall-Unternehmenssprecher Michael Sasse: “Das ist sehr schade. Dennoch sind wir natürlich gesprächsbereit.”

Wintershall fördert seit 80 Jahren verantwortungsvoll Erdöl und Erdgas in Deutschland.„Wir stehen für eine differenzierte, durchaus kritische Diskussion, um den Einsatz von Fracking. Pauschalverbote helfen uns jedoch nicht weiter“, so Sasse.Die aktuell geführte und meist undifferenzierte Debatte rund um Fracking stellt jedoch mittlerweile jegliche Förder- und Aufsuchungsaktivität von Erdöl und Erdgas unter den Generalverdacht. Jüngstes Beispiel hierfür sind die Inhalte des Demonstrationsaufrufs des BUND Hessen, die wir hier richtig stellen wollen.

 

Hydraulic Fracturing im Blickpunkt

Unsere Antworten auf die geplante Kundgebung vor der Wintershall-Konzernzentrale

Aktivitäten der Wintershall in Deutschland

  • Weder in Baden-Württemberg noch in Bayern plant Wintershall Hydraulic Fracturing in einem ihrer Projekte. In diesen Bundesländern fördert Wintershall ausschließlich Öl aus konventionellen Lagerstätten bzw. plant dieses für die Zukunft.
  • In Hessen befindet sich zwar die Unternehmenszentrale des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten. Das Unternehmen aus Kassel fördert in Hessen jedoch kein Öl und kein Gas und hat dies auch nicht vor.
  • Wintershall fördert kein unkonventionelles Erdgas in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen möchte Wintershall die Schiefergaspotenziale in den Erlaubnisfeldern „Rheinland“ und „Ruhr“ erforschen – ohne Tiefbohrungen und ohne den Einsatz von Hydraulic Fracturing. Ob die Förderung von Schiefergas dort künftig umweltschonend und wirtschaftlich überhaupt möglich sein wird, ist noch völlig offen.
  • In Niedersachsen plant Wintershall ein konventionelles Technologieprojekt mit Hydraulic Fracturing in der Tight-Gas-Bohrung “Düste Z10″. Die dortige Gemeinde Barnstorf hat dem Projekt zugestimmt, die Genehmigung der zuständigen Bergbehörde steht allerdings noch aus.

Umwelt- und Sicherheitsstandards beim Hydraulic Fraturing

  • Eine umweltfreundliche Rohstoffförderung ist auch mit dem Einsatz von Hydraulic Fracturing möglich. Wenn sie nach den strengen deutschen Sicherheits- und Umweltstandards durchgeführt wird, ist die Fördermethode sicher.
  • Hydraulic Fracturing ist keine neue Technologie: Bereits heute wird ein Drittel des deutschen Erdgases aus konventionellen Lagerstätten mit Hilfe der Frac-Technologie gefördert werden. Über 300 Mal haben Erdgasproduzenten die Technologie in den letzten fünf Jahrzehnten in Deutschland sicher und ohne die Umwelt zu schädigen eingesetzt.
  • Wintershall verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen in der Förderung von konventionellem Erdgas sowie Tight-Gas unter Anwendung der Frac-Technologie. Als Deutschlands größter international tätiger Erdöl- und Erdgasproduzent setzt Wintershall Hydraulic Fracturing ein, wenn strengste Sicherheits- und Umweltauflagen erfüllt sind.
  • Nur wenn sichergestellt ist, dass die Frac-Technologie auch in der Produktion von Schiefergas umweltverträglich und nachhaltig angewendet werden kann, kommt ihr Einsatz für Wintershall in Frage. Hier hat das Unternehmen zunächst umfangreichen Forschungsbedarf.
  • Gewässerschutz hat für Wintershall immer höchste Priorität und wird für alle Forschungs- und Gewinnungsvorhaben vorausgesetzt.

Dialog statt Platzverweis

  • Wir setzen auf Dialog! Wintershall informiert direkt an der Quelle: An allen Produktions- und Explorationsstandorten sind Mitarbeiter im aktiven Dialog mit Bürgern und Behörden.
  • Die Menschen in Deutschland sind offen gegenüber neuen Fördermethoden: Jeder zweite Deutsche hält Hydraulic Fracturing für eine Option, wenn strenge Regeln zum Schutz der Umwelt eingehalten werden. Das hat eine Umfrage (Juni 2013) des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik ergeben.
  • Wintershall nimmt beim Fracking die Sorgen der Bürger sehr ernst und versteht – angesichts insbesondere der Berichterstattung über die Schiefergasproduktion in den USA –, dass die Bürger viele Fragen haben. Durch Transparenz, Dialog und offene Information begegnet Wintershall den Fragen der Bürger und klärt auf.

Heimische Förderung

  • Die heimische Gasförderung leistet einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung unseres Landes. Sie ist jedoch stark rückläufig und deckt nur noch 12 Prozent des deutschen Bedarfs, vor zehn Jahren waren es noch 20 Prozent.
  • Die Rohstoffförderung in Deutschland ist aufgrund sehr schwieriger geologischer Rahmenbedingungen technologisch anspruchsvoller geworden und oft nur mit erheblichem Mehraufwand und Spezialtechniken möglich. Die heimische Förderung bildet damit für Wintershall ein Innovationszentrum für neue Technologien. Und wir setzen Umweltstandards.
  • Deutschland braucht heimisches Erdgas auch in Zukunft. Daher gilt es für uns als traditionelles heimisches Unternehmen zu klären, welche Potenziale in Deutschland künftig noch zur Verfügung stehen – ob konventionell oder unkonventionell.
  • Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BRG) schätzt, dass das deutsche Schiefergaspotenzial mit 1,3 Billionen Kubikmetern ausreicht, um Deutschland auf heutigem Niveau weitere 100 Jahre mit heimischem Erdgas zu versorgen. Und uns so ein Stück Unabhängigkeit bewahrt.

Energiewende und Politik

  • Ohne Erdgas wird die Energiewende nicht gelingen. Alle im Bundestag vertretenen Parteien sehen das so. Denn wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint, kann mit Erdgas schnell, günstig und klimaschonend in Kraftwerken Strom erzeugt werden. Erdgas weist den Weg ins Grüne.
  • Erdgas stellt eine wichtige Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien dar, deshalb ist es unsere Verantwortung, alle Möglichkeiten einer sicheren Versorgung mit Erdgas zu prüfen – dazu gehört auch die Erforschung von neuen Quellen.
  • Wintershall unterstützt die Weiterentwicklung des Bergrechts, wenn dadurch klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die Erkundung und Erschließung unkonventioneller Erdgaslagerstätten geschaffen werden und die Förderung von Öl und Gas in Deutschland auch weiterhin möglich ist.

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