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19.01.2018

Wintershall setzt weiter auf heimische Erdöl- und ErdgasproduktionInvestitionen in neue Bohrungen leisten Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland.

© Wintershall/Christian Bruch

Hannover/Barnstorf. Wintershall investiert weiter in die heimische Förderung von Erdöl und Erdgas: „Wir setzen mit unseren Aktivitäten in Deutschland ein klares Zeichen. Öl und Gas aus heimischen Quellen haben eine gute Perspektive“, sagte Andreas Scheck, Leiter Wintershall Deutschland, am Freitag beim traditionellen Neujahrsempfang des Unternehmens am niedersächsischen Standort Barnstorf (Landkreis Diepholz). 

Im größten deutschen Onshore-Erdölfeld von Wintershall in Emlichheim werde derzeit die Grundlage für eine substanzielle Erschließung weiterer Erdölvorkommen in den nächsten Jahrzehnten gelegt, so Scheck weiter. Eine moderne hochauflösende 3D-Seismik, die Ende Februar abgeschlossen wird, ermögliche Wintershall, neue Bohrungen an der deutsch-niederländischen Grenze zu planen. Die Erdölförderung im niedersächsischen Emlichheim gehört zu den größten und traditionsreichsten Produktionen in Deutschland – mit einer nahezu konstanten Förderung seit 70 Jahren. „Das ist Weltrekord!“, so Scheck. 2017 hatte Wintershall in Emlichheim eine Bohrkampagne erfolgreich abgeschlossen.

Für die Zukunft rüstet Wintershall auch den Standort Barnstorf, Hauptsitz der deutschen Aktivitäten. Wintershall investiert aktuell rund 6 Millionen Euro in den Neubau eines Laborgebäudes, das im Sommer 2018 eröffnet werden soll. Hier werden pro Jahr rund 2000 internationale Gesteinsproben aus allen Förderregionen des weltweit agierenden Unternehmens bearbeitet. Seit 2012 ist das Auftragsvolumen des Labors um etwa 30 Prozent gestiegen. „Der Neubau unterstreicht die Bedeutung der Wintershall-Expertise in den Bereichen Petrophysik, Produktionsanalytik und Enhanced Oil Recovery (EOR)“, sagte Scheck. 

Bereits Anfang 2017 hatte Wintershall mit der Inbetriebnahme des vierten und vorerst letzten Tanks die Modernisierung der Erdölaufbereitung auf dem Betriebsgelände in Barnstorf abgeschlossen. „Die Tanks sind Spitzentechnologie und sichern die Erdölproduktion nach höchsten Umweltstandards“, sagte Scheck. Zugleich baut Wintershall mit neuen Erdölbohrungen die Förderung aus. Im Erdölfeld Bockstedt bei Barnstorf wurden in den vergangenen zwei Jahren sechs Bohrungen abgeteuft und auch 2018 sind weitere Bohrungen geplant.

„Mit unserer heimischen Förderung tragen wir nicht nur zur Versorgungssicherheit in Deutschland bei, sondern schaffen auch wichtige Arbeitsplätze und Einnahmen für Länder und Kommunen“, betonte Scheck. Ebenso wichtig sei das Know-how, das Wintershall in Deutschland gewinnen und dann weltweit einsetzen könne. Ein gutes Beispiel dafür sei der Standort Staffhorst im Landkreis Diepholz, wo Wintershall seit 1965 Sauergas fördert. Weltweit gibt es noch viele große Sauergasfelder, bei deren Erschließung Expertise von Wintershall gefragt ist – zum Beispiel in Abu Dhabi. 

Wintershall plant in Staffhorst ein weiteres Bohrprojekt, nachdem die jüngste Bohrung mit einer Produktion von 7.500 Kubikmetern Erdgas pro Stunde überaus erfolgreich ist. „Internationale Experten kommen zu uns nach Norddeutschland, um von unseren Praxiserfahrungen zu profitieren. Ein Förderstandort wie Staffhorst zeigt ein weiteres Mal: Die Expertise, die wir hier in Deutschland gewinnen, öffnet uns Türen zu Energiepartnerschaften weltweit. Etwa in der Golfregion. Damit können wir im weltweiten Wettbewerb punkten“, sagte Scheck.

Auch in Süddeutschland investiert Wintershall in die heimische Erdölförderung. So hat Wintershall am Standort Landau (Rheinland-Pfalz) Anfang 2017 eine hochmoderne 3D-Seismik abgeschlossen. „Wir haben bei der Messung sehr gute Ergebnisse erzielt“, sagte Scheck. Derzeit untersuchen Geologen und Lagerstätteningenieure, ob Potenzial für mögliche neue Bohrungen vorhanden ist. Wintershall fördert in Landau seit über 60 Jahren Erdöl.

„All unsere Projekte im vergangenen und im neuen Jahr unterstreichen die Zukunftsfähigkeit der heimischen Förderung“, so Scheck. Bis heute hat Wintershall in Deutschland mehr als 40 Millionen Tonnen heimisches Erdöl gefördert – so viel, wie Saudi-Arabien in 20 Jahren nach Deutschland liefert. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Energieversorgung. Wir etablieren uns mit unseren Forschungsprojekten aber auch als Technologiestandort von Wintershall weltweit, schaffen Arbeitsplätze in der Region und investieren in die Ausbildung junger Menschen“, betonte Scheck. Derzeit bildet Wintershall Deutschland 47 Frauen und Männer aus. Insgesamt hat Wintershall in Barnstorf bereits mehr als 500 junge Menschen ausgebildet.

Kontakt: Mark Krümpel

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