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14.12.2017

Wintershall macht ein neues Fass aufAuf dem Betriebsgelände im Norden Landaus werden 60 Jahre alte Erdöltanks abgerissen und durch kleinere ersetzt. Dies ist der Beginn von größeren Investitionen in den Standort. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Unternehmen künftig wieder in der Region nach Öl bohren wird.

DIE RHEINPFALZ - Pfälzer Tageblatt / Rheinschiene vom 14.12.2017

Von Sebastian Böckmann. Auf dem Wintershall-Gelände in der Fichtenstraße hat der Abriss von zwei der vier großen Tanks begonnen. Sie werden durch kleinere, liegende Behälter ersetzt, teilte das Unternehmen mit. Das Tankfeld war bereits 1957 errichtet und seitdem immer wieder modernisiert worden. Trotzdem hatte es an der Anlage im April bei Wartungsarbeiten ein Leck gegeben.

In den beiden Tanks, die in diesen Tagen demontiert werden, wurden bis-her Reinöl und Nassöl gelagert. Nassöl ist ein Gemisch aus Erdöl und Lagerstät-tenwasser, das von den Pferdekopfpumpen gefördert und auf dem Betriebsgelände voneinander getrennt wird. Das stark salzhaltige Lagerstättenwasser wird wieder in den Untergrund zurückgepumpt. Das Rohöl wird mit Tanklastwagen nach Karlsruhe in die Raffinerie gefahren und aufbereitet.

Die Tanks waren bereits entleert und gereinigt worden. Dann wurde die Tan-kisolierung abgetragen, damit die Stahl-behälter selbst zerlegt werden können. Der Aufbau des ersten liegenden Tanks soll im Sommer 2018 starten und im Frühherbst abgeschlossen sein.

Wintershall hatte bei seinem 60. Betriebsjubiläum im Oktober 2015 angekündigt, kräftig in den Standort Landau investieren zu wollen. Dazu zählt auch die Modernisierung des Tankfelds. Nach Angaben von Unternehmenssprecher Mark Krümpel kostet die Erneuerung einen hohen sechsstelligen Betrag. Weil die Förderung im Feld Landau auf nun 20.000 Tonnen Erdöl pro Jahr zurückge-gangen ist, können die neuen Behälter kleiner ausfallen. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass die Mengen auch wieder steigen: Wie wiederholt berichtet, hatte Winters-hall ab Januar sieben Wochen lang den Untergrund mit Vibrationslastwagen und Erdmikrofonen erkundet. Die dabei gewonnenen Daten sind inzwischen zu einem dreidimensionalen Abbild des geologischen Aufbaus im Erdölfeld verarbeitet worden. Derzeit werten Geologen und Lagerstätteningenieure die Ergebnisse aus. Wintershall hatte ange-kündigt, dass in den kommenden Jahren bis zu zehn neue Bohrungen angelegt werden könnten. Derzeit fördert das Unternehmen mit 65 Pferdekopfpum-pen im Bereich Nußdorf, Walsheim, Knöringen, Dammheim und Landau aus 1200 bis 1800 Metern Tiefe Öl.

Quelle: www.rheinpfalz.de

 

 

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