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14.01.2013

Wintershall-Leserbrief: Eigene UmweltprüfungenJoachim Pünnel, Leiter Wintershall Deutschland, äußert sich zu einem Artikel und Leserbriefen zum Thema Fracking. In einem eigenen Leserbrief führt er die Pläne und getroffenen Maßnahmen der Wintershall bezüglich des Projektes Düste Z10 aus.

In einem Leserbrief zum Artikel “Intransparente Politik” vom 05.01.2013 und zu den Leserbriefen “Neue Erdbeben kann man noch verhindern”vom 14.12.2012 sowie “Angst und Bange um unser Trinkwasser” vom 20.12.2012 nimmt Joachim Pünnel, Leiter der deutschen Aktivitäten der Wintershall, heute im Diepholzer Kreisblatt Stellung zum Projekt Düste Z10. Hier finden Sie die ungekürzte Fassung des Leserbriefs.

„Die Grünen geben der Wintershall den Rat, freiwillig die Umweltverträglichkeit für die geplante Erdgasförderung Düste Z10 in Barnstorf nachzuweisen. Dies haben wir bereits getan. Die Ergebnisse unserer Umweltprüfungen liegen dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie allen betreffenden Behörden, also auch der Gemeinde Barnstorf und dem Landkreis Diepholz vor. Sie sind Bestandteil des Sonderbetriebsplans, den wir nach den neu geschaffenen Anforderungen des Landesbergamtes verfasst haben. Eine Zusammenfassung für interessierte Bürger ist auf der Website www.heimische-foerderung.de veröffentlicht.

Wir beantragen mit dem eingereichten Betriebsplan für die Bohrung Düste Z10 die Durchführung von bis zu sieben Frac-Maßnahmen und nicht von 210 Fracs, wie zu lesen war. Die geplanten Arbeiten dienen dazu, die Förderung des Erdgases zu testen und über einen Zeitraum von drei Monaten zu beobachten. Weitergehende Entscheidungen über eine langfristig angesetzte Förderung von Erdgas aus der Lagerstätte Düste Karbon kann erst im Anschluss dieses Fördertests erfolgen und muss auch separat beantragt und genehmigt werden.

Die durchgeführten Umweltprüfungen für die Bohrung Düste Z10 zeigen uns, dass für die geplanten Arbeiten die Sicherheit für Mensch und Natur gewährleistet ist. Wir weisen beispielsweise nach, dass das Grundwasser sicher geschützt ist. Über der Erdgaslagerstätte – in rund 4.000 Meter Tiefe – liegt ein Deckgebirge, das zu über 75 Prozent aus undurchlässigen Gesteinsformationen besteht, so dass kein Gas und keine Flüssigkeiten in süßwasserführende Schichten oberhalb von 50 Meter durchdringen können. Zudem schützt eine verlässliche Verrohrung aus mehreren Stahlrohren mit Zementfüllung, die fortwährend überwacht wird, das Grundwasser rund um das Bohrloch sicher.

Wintershall setzt die Frac-Technologie seit vielen Jahren bei der Förderung von Tight Gas ein, weltweit wie auch in Deutschland. Zu Schäden für die Umwelt ist es dabei nie gekommen. Darüber hinaus besteht die Sorge, dass Hydraulic Fracturing möglicherweise Erdbeben auslösen könnte. Die bei der Fördermethode freigesetzte Energie reicht jedoch nicht aus, um Erdbeben auszulösen. Das Deutsche Seismologische Regionalnetz GRSN hat erst jüngst ihr Messnetz ausgebaut und wertet mit zertifizierten Gutachtern und zusammen mit der Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe (BGR) die Daten regelmäßig aus. Grundsätzlich können durch die Erdgasförderung vereinzelt sehr geringe Erschütterungen auftreten. Allerdings sind diese sehr selten und für Menschen nicht spürbar, so dass Wissenschaftler auch an Gebäuden keine Schäden erwarten. Das Gebiet Barnstorf ist zudem gegenüber anderen Förderregionen in Niedersachsen nicht seismologisch auffällig geworden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der hohe Wasserverbrauch der Fördermethode, denn nur mit Wasserdruck lassen sich die Rissflächen in der Lagerstätte erzeugen. Für die sieben Fracs der Düste Z10 werden rund 3500 Kubikmeter Wasser benötigt. Dies entspricht in etwa der Wassermenge eines olympischen 50-Meter-Sportschwimmbeckens. Mit diesem Wassereinsatz lassen sich jedoch (in 25 bis 30 Jahren) bis zu 870 Millionen Kubikmeter Erdgas fördern, womit wiederum über 15.000 Einfamilienhaushalte 25 bis 30 Jahre lang mit Gas versorgt werden können.

Abschließend weisen wir den Vorwurf der Grünen, unser Handeln würde der kurzfristigen Profitmaximierung dienen, zurück. Wintershall produziert als traditionsreiches heimisches Unternehmen seit über 50 Jahren Erdgas in Deutschland und arbeitet dabei nach höchsten Umwelt- und Sicherheitsstandards. Wir tragen nicht nur eine Verantwortung für eine sicherere und verlässliche Energieversorgung unserer Bürger, sondern sind auch unseren über 2000 Mitarbeitern weltweit, insbesondere den 350 Mitarbeitern in Barnstorf verpflichtet. Deshalb handeln wir vorausschauend und nachhaltig, wenn wir in jahrelanger Vorarbeit neue Gasfelder erforschen und sie oft erst nach einem Jahrzehnt erschließen können – und das auch nur, wenn überhaupt Erdgas vorhanden und umweltverträglich wie wirtschaftlich förderbar ist. Mit einer erfolgreichen Erdgasproduktion aus der Lagerstätte Düste Karbon könnte beispielsweise der Betrieb und unsere Aktivitäten in Barnstorf für die nächsten 30 Jahre gesichert werden. Wir sind zudem nicht nur ein verlässlicher Zahler von Förder- und Gewerbesteuern sondern engagieren uns in zahlreichen regionalen, sozialen Projekten vor Ort. Wir sind ein Teil Barnstorfs und des Landkreises Diepholz – und das seit mehr als 50 Jahren.

Wintershall setzt sich für einen transparenten und sachlichen Dialog ein. Deshalb führen wir regelmäßig Bürgerveranstaltungen durch und sind im ständigen Austausch mit den betreffenden Behörden, Nachbarn und interessierten Bürgern. Alle Neuigkeiten zu unseren Projekten sowie viele erläuternde Informationen sind zudem auf unserem Webportal www.heimische-foerderung.de zu finden.“

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