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26.01.2018

Wintershall legt Grundlage für Erschließung weiterer Erdölvorkommen in der Grafschaft BentheimErdöl aus Emlichheim hat Zukunft

Oil pump at night Wintershall

© Wintershall/Christian Bruch

Hannover/Emlichheim. Wintershall baut die Erdölförderung am niedersächsischen Standort Emlichheim (Grafschaft Bentheim) aus. „Mit einer 3D-Seismik legen wir jetzt die Grundlage für die Erschließung weiterer Erdölvorkommen an der deutsch-niederländischen Grenze“, sagte Andreas Scheck, Leiter Wintershall Deutschland, beim traditionellen Neujahrsempfang des Unternehmens in Emlichheim. „Emlichheim hat Zukunft! Dafür sorgen wir mit unseren aktuellen Projekten“, so Scheck.

Lagerstättensimulationen haben ergeben, dass das Erdölfeld Emlichheim über weitere unerschlossene Reserven verfügt. Eine moderne hochauflösende 3D-Seismik, die Ende Februar 2018 abgeschlossen werden soll, ermögliche Wintershall, neue Bohrungen an der deutsch-niederländischen Grenze zu planen, betonte Scheck. Die Erdölförderung im niedersächsischen Emlichheim gehört zu den größten und traditionsreichsten Produktionen in Deutschland – mit einer nahezu konstanten Förderung seit 70 Jahren. Das ist weltweit einzigartig und vor allem der immer weiterentwickelten Dampffluttechnik zu verdanken.

Bereits im Sommer 2017 hatte Wintershall eine Bohrkampagne erfolgreich abgeschlossen. Mit 13 neuen Bohrungen baut das Unternehmen die Produktion im westlichen Teil des bestehenden größten deutschen Onshore-Erdölfelds aus. Sie erschließen die Erdöllagerstätte, den Bentheimer Sandstein, in einer Tiefe von 700 bis 900 Metern. Insgesamt hat Wintershall 30 Millionen Euro investiert. „Wir konnten die Bohrungen erfolgreich in Betrieb nehmen. Sie leisten einen nennenswerten Beitrag zur Erdölproduktion. Darauf sind wir stolz“, sagte Horst Prei, Betriebsleiter Wintershall in Emlichheim.

Anhand der Ergebnisse der nun gestarteten 3D-Seismik lassen sich später neue Bohrungen sehr präzise planen. Auf einer Fläche von 37 Quadratkilometern – sowohl auf deutscher als auch auf niederländischer Seite – setzt Wintershall das sogenannte seismische Impulsverfahren ein, um den Untergrund zu vermessen und ein genaues Bild vom Erdölfeld zu erhalten. Die Schallquellen befinden sich dabei im Boden. Als Signalempfänger kommen moderne, kabellose Geophone zum Einsatz. 

„Unsere in 2017 durchgeführten neuen Bohrungen und die nun laufende 3D-Seismik sind Teil einer Gesamtstrategie, um die Produktion in Emlichheim weiter fit für die Zukunft zu machen“, sagte Prei. Zudem sucht Wintershall auch außerhalb des Emlichheimer Hauptfeldes nach förderbaren Reserven. „Im Ortsteil Haselaar, wo schon in den sechziger Jahren gefördert wurde, lassen uns neue seismische Daten vermuten, dass dort noch Ölreserven schlummern. Das wollen wir uns genauer anschauen“, sagte Prei.

„Der Standort Emlichheim zeigt, dass Erdöl aus Niedersachsen und insbesondere Emlichheim eine Zukunft hat“, sagte Andreas Scheck. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Energieversorgung. Wir etablieren uns mit unseren Entwicklungsprojekten aber auch als Technologiestandort von Wintershall weltweit, schaffen Arbeitsplätze in der Region, investieren in die Ausbildung junger Menschen und sorgen für Einnahmen beim Land und den Kommunen“, betonte Scheck.

Kontakt: Mark Krümpel

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