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29.06.2015

Wintershall investiert in Zukunft der heimischen FörderungVerlässliche und verhältnismäßige Rahmenbedingungen nötig, um Heimvorteil weiter zu nutzen / Nur Planungs- und Investitionssicherheit kann den Investitionsstau bei Erdgasförderung auflösen

Berlin/Hannover. In der Politik werden jetzt die Weichen für die Zukunft der heimischen Förderung von Erdgas und Erdöl gestellt: Seit Monaten werden Gesetzesentwürfe diskutiert, die die konventionelle Förderung von Erdgas wieder ermöglichen sollen, aber die Branche vor enorme Herausforderungen stellen. „Seit vier Jahren erleben wir nahezu einen Stillstand bei der heimischen Erdgasförderung. Wintershall ist bereit, zu investieren. Aber dafür brauchen wir einen verlässlichen und vor allem verhältnismäßigen Rechtsrahmen“, sagte Andreas Scheck, Leiter Wintershall Deutschland, in einem Pressegespräch in Berlin. Wintershall ist der größte deutsche und zugleich international tätige Produzent von Erdöl und Erdgas. Anfang des Jahres hat das Unternehmen angekündigt, in den kommenden Jahren mehr als 20 Millionen € allein in die Infrastruktur am Standort Barnstorf (Kreis Diepholz) zu investieren. Zusätzlich soll die Suche und Förderung von heimischem Erdöl und Erdgas weiter intensiviert werden – vor allem in Niedersachsen, aber auch in Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. So überprüft Wintershall in Süddeutschland derzeit alte Öl-Lagerstätten, die vor 20 Jahren aufgegeben wurden, auf eine mögliche Wiedererschließung.

Die Erdgasproduktion in Deutschland ist seit 2011 um fast ein Drittel zurückgegangen. Denn auch für die konventionelle Gasförderung wird angesichts der anhaltenden Diskussion um Schiefergas seit knapp vier Jahren kein Projekt mehr genehmigt, das den Einsatz von Hydraulic Fracturing erfordert. Die etablierte Erdgas-Förderung wird auf diese Weise blockiert. 

Gut ein Drittel des hierzulande geförderten konventionellen Erdgases wird mit Hydraulic Fracturing gewonnen, insbesondere Tight Gas. Das Verfahren wird seit über 30 Jahren sicher eingesetzt. Für die Stärkung der Versorgungssicherheit gehe es neben der in Zukunft möglichen Förderung von Schiefergasvorkommen zunächst um die etablierte, konventionelle Förderung, betonte Scheck.

Das Gesetzes- und Verordnungspaket, über das in der Bundespolitik zurzeit diskutiert wird, enthalte zum Teil überzogene Anforderungen, die auch wissenschaftlich nicht nachvollziehbar seien und zu unverhältnismäßig hohen Belastungen führen, sagte Scheck. „Das gefährdet die Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland. Die heimische Förderung braucht eine verlässliche Perspektive, um einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten zu können. Ansonsten werden wir in Zukunft immer stärker von Importen abhängig sein. Und das kann nicht unser Ziel sein“, sagte Scheck.

„Wir haben in Deutschland weltweit anerkannte Umweltstandards, erhebliche Potenziale und eine erfahrene, investitionsbereite Industrie“, so Scheck. Aber heute werden nur noch 12 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs aus heimischen Quellen gedeckt – vor 15 Jahren waren es noch 22 Prozent. „Der Stau bei den Projekten beeinträchtig nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern bedroht mittlerweile auch Arbeitsplätze, vor allem in Niedersachsen“, mahnte Scheck.

Rund 95 Prozent des deutschen Erdgases werden in Niedersachsen produziert. Etwa 1 Milliarde € an Investitionen sind derzeit in der Warteschleife, so eine Erhebung des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung. Dadurch seien gut 20.000 Arbeitsplätze gefährdet. Kurzarbeit und Entlassungen in der Branche seien bereits Realität. Und noch mehr: Die Branche hat in den vergangenen zehn Jahren Förderabgaben von mehr als 8 Milliarden € gezahlt. Allein Niedersachsen erhält jedes Jahr rund 600 Millionen € als Förderabgaben auf Öl und Gas. „Das grundsätzliche Bekenntnis der niedersächsischen Landesregierung zur heimischen Förderung ist ein wichtiges Zeichen für unsere Industrie“, betonte der Leiter der deutschen Wintershall-Aktivitäten. „Daher sollte das Bundesland, das am meisten von der aktuellen Debatte betroffen ist, auch das größte Gehör finden“, sagte Scheck.

Brauchen auch in Zukunft Öl und Gas

Erdöl ist der wichtigste Grundstoff der chemischen Industrie und steckt in vielen Alltagsgegenständen: in Kleidung und Möbeln, Handys und Computern, Medizin-Produkten und Medikamenten. Erdgas ist der perfekte Partner der erneuerbaren Energien. Umso wichtiger ist es, mit den Ressourcen bestmöglich und verantwortungsvoll umzugehen. „Deshalb brauchen wir auch in Zukunft die heimische Förderung. Denn die Sicherung unserer Energieversorgung in Deutschland beginnt vor der eigenen Haustür“, so Scheck. Zudem bildet die heimische Förderung für Wintershall ein Innovationszentrum für neue Technologien, mit denen das Unternehmen weltweit punktet.

„Wir brauchen einen verlässlichen Rechtsrahmen, einen entsprechenden Zeitrahmen und Planungssicherheit für den künftigen Einsatz der Fracturing-Technologie in Deutschland. Natürlich unter Berücksichtigung höchster deutscher Sicherheits- und Umweltstandards“, so Scheck. Damit die Erdgasproduktion in Deutschland verantwortungsvoll fortgesetzt und auch neue Potenziale endlich erforscht werden können. Deutschland sollte sich die Zukunftsfähigkeit der Eigenproduktion von Erdgas nicht verbauen. Theoretisch könnte durch die Nutzung möglicher Schiefergasvorkommen das Förderniveau in Deutschland für mindestens weitere 100 Jahre gehalten werden.

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 80 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2500 Mitarbeiter aus 40 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

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Kontakt: Stefan Leunig

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