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11.09.2013

Wintershall-Chef Seele fordert Umkehr bei EnergiepolitikRainer Seele spricht sich für die heimische Förderung sowie strategische Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern aus. Beides sei wichtig, um die Versorgungssicherheit in Deutschland auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Europa droht im Wettlauf um die globalen Energieressourcen den Anschluss zu verlieren. Davor hat Wintershall-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele auf dem Münchener Energiekongress gewarnt. Seele forderte eine sinnvolle Nutzung eigener Ressourcen und den Ausbau von Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern wie Russland oder Norwegen.

„Wir erleben derzeit einen weltweiten Umbruch der Energiemärkte. Energie ist dabei, die globale, wirtschaftspolitische Machtgeometrie zu verändern“, sagte Seele. Ein Treiber sei die Schiefergas-Revolution in den USA. In dem Wettlauf um die Sicherung von Energiereserven würden Länder wie China oder Brasilien das Tempo vorgeben. Doch ausgerechnet das rohstoffarme Europa stelle sich nicht hinreichend auf diese Veränderungen ein.

So werde in Ländern der EU immer weniger Öl und Gas gefördert, während der Verbrauch steige. Gleichzeitig verweigere sich Europa, die Erschließung neuer Energiequellen wie Schiefergas zu erforschen und investiere nur zögerlich in neue Infrastruktur. Auch der skeptische Blick auf mögliche Partnerländer in der Rohstoffversorgung mache wenig Mut, sagte Seele. „Unter diesen Umständen wird Europa im globalen Wettlauf um die wichtigsten Energieträger langfristig den Kürzeren ziehen“, warnte der Wintershall-Vorstandsvorsitzende.

Gerade in Hinblick auf Versorgungssicherheit müsse sich Europa bei den Energielieferanten außerhalb der EU noch breiter aufstellen und den Zugang zu diesen Reserven sichern. „Und wir müssen Transitsicherheit von den Quellen bis zu den Endverbrauchern in Europa herstellen“, sagte Seele.

Die Partnerschaft von Wintershall mit dem russischen Energiekonzern Gazprom und der norwegischen Statoil seien Beispiele, wie Kooperationen bei der Förderung von Öl und Gas, also ein stärkeres Engagement an der Quelle, funktionieren können. „Die wichtigsten Voraussetzungen sind dabei gegenseitiges Vertrauen, Zeit und vor allem Know-how, von dem beide Partner profitieren.“ Gerade technologisches Know-how „ist das Ass, das deutsche Unternehmen im globalen Poker um den Zugang zu den lukrativsten Quellen ausspielen können“, betonte Seele. Die heimische Förderung in Deutschland sei für Wintershall das Innovationszentrum.

Doch die heimische Gasförderung sei allein im vergangenen Jahr wegen fehlender Genehmigungen um zehn Prozent gesunken. Dies liege daran, dass der Einsatz von Hydraulic Fracturing auch bei der konventionellen Tight-Gas-Förderung de facto seit Mitte 2011 nicht mehr möglich sei. Und das, obwohl die Technologie in Deutschland seit über 30 Jahren ohne Umweltschäden angewendet – und ein Drittel des in Deutschland geförderten Erdgas mithilfe dieser Technologie erschlossen wird. Seele kritisierte die Blockadehaltung und forderte ein Umdenken.

„Das Tight-Gas nicht Schiefergas ist und Fracking nicht gleich Fracking, wird in der aufgeheizten öffentlichen Debatte leider oft übersehen“, sagte Seele. Während es bei der Tight-Gas-Förderung um den Einsatz einer erprobten Technologie gehe, sei es bei Schiefergas angesichts des großen Potenzials wichtig, zu erforschen, ob eine Förderung in Deutschland möglich sei. „Deutschland ist kein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Fortschritt muss Grenzen auch im Umweltschutz finden“, sagte Seele. „Aber es wäre fatal, würde diese Republik zum Land des gänzlich Unmöglichen.“

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