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03.01.2019

Wintershall bereitet neue Bohrung in Emlichheim vorEhemaliges Erdölfeld soll wieder erschlossen werden

© Wintershall/Thomas Konkol

Die Erdölförderung im niedersächsischen Emlichheim gehört zu den größten und traditionsreichsten Produktionen in Deutschland – mit einer nahezu konstanten Förderung seit 70 Jahren. Das ist weltweit einzigartig – und soll weiter fortgesetzt werden. Erst 2017 hatte Wintershall 13 neue Bohrungen im westlichen Teil des Erdölfelds durchgeführt. Und von Januar bis März 2018 mit Hilfe von seismischen Messungen nach weiteren Öl-Reserven gesucht. Diese Daten werden derzeit ausgewertet.

Jetzt startet Wintershall ein weiteres Bohrprojekt am Standort. „Damit knüpfen wir an die Bohrkampagne im vergangenen Sommer an und stärken den Standort Emlichheim weiter für die Zukunft“, sagt Horst Prei, Standortleiter der Wintershall in Emlichheim.

Die neue Bohrung in Emlichheim-Haselaar mit Projektnamen „Em Z5 a/b“ wird aus einer ehemaligen Erdgasbohrung heraus in eine ölführende Schicht abgelenkt. Die Horizontalbohrung verläuft in circa 1500 Metern Tiefe im Bentheimer Sandstein. Der neue Bohrplatz ist bereits Anfang September errichtet worden, Anfang Januar folgt die Bohranlage. Die Bohrarbeiten werden voraussichtlich etwa vier Wochen in Anspruch nehmen.

Um herauszufinden, ob eine wirtschaftliche Ölförderung aus dieser Gesteinsschicht möglich ist, wird im Anschluss an die Bohrung eine Testförderung durchgeführt. Ziel ist es, das ehemalige Erdölfeld Emlichheim Süd wieder zu erschließen, aus dem bereits in den 1960er Jahren gefördert wurde.

Weiterentwicklungen bei der Informationstechnologie helfen, ältere geologische Daten erneut zu analysieren und daraus neue Erkenntnisse über die bekannten Lagerstätten zu gewinnen. Die Neuinterpretation früherer Daten des Erdölfeldes Emlichheim Süd lässt die Experten der Wintershall vermuten, dass sich dort noch Ölreserven verbergen. Die Bohrung Em Z5 a/b soll nun für Klarheit sorgen. So könnten auch Erdölreserven gefördert werden, die ansonsten im Boden verbleiben müssten. Wintershall kann bei der Bohrung Emlichheim Süd bereits bestehende Infrastruktur sinnvoll weiter nutzen.

Das neue Bohrprojekt ist außerdem Teil einer Gesamtstrategie für den Standort Emlichheim. Mit 13 neuen Bohrungen, die im Sommer 2017 abgeschlossen wurden, hat Wintershall bereits begonnen, die Produktion im westlichen Teil des Erdölfelds weiterzuentwickeln. Von Januar bis März 2018 folgte eine 3D-Seismikkampagne in Emlichheim West, die Aufschluss über weitere Reserven geben soll. Mit ersten Ergebnissen aus den Messdaten wird Anfang 2019 gerechnet. Anschließend wird darüber entschieden, ob und an welcher Stelle weitere Bohrungen geplant werden.

Erdöl aus Niedersachsen und insbesondere Emlichheim wird auch zukünftig einen Beitrag zur nationalen Energieversorgung leisten können.

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