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20.01.2015

Schiefergasdiskussion blockiert weiterhin konventionelle Erdgasförderung in Deutschland
1 Milliarde € Investitionen in der Warteschleife / Arbeitsplätze in Branche gefährdet / Verlässlicher Rechtsrahmen dringend notwendig 

Berlin/Hannover. Die Erdgasproduktion in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut um rund sechs Prozent zurückgegangen. Der Grund: Auch für die konventionelle Gasförderung wird angesichts der anhaltenden Diskussion um Schiefergas seit mehr als drei Jahren kein Projekt mehr genehmigt, das den Einsatz von Fracking erfordert. Die etablierte Erdgas-Förderung wird so blockiert. 

„Gut ein Drittel des in Deutschland geförderten konventionellen Erdgases wird mit dem Einsatz von Hydraulic Fracturing sicher und umweltschonend gefördert“, erklärte Andreas Scheck, Leiter der Wintershall-Aktivitäten in Deutschland, jetzt auf der Tagung Energiewirtschaft in Berlin. Für die Stärkung der Versorgungssicherheit in Deutschland gehe es daher neben der in der Zukunft möglichen Förderung von Schiefergasvorkommen,  zunächst vor allem um die etablierte, konventionelle Förderung. 

Heute werden nur noch 11 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs aus heimischen Quellen gedeckt – vor 15 Jahren  waren es noch 22 Prozent. „Der Projektstau beeinträchtigt nicht nur die heimische Versorgungssicherheit, sondern bedroht mittlerweile auch Arbeitsplätze vor allem in Niedersachsen“, mahnte Scheck. Rund 95 Prozent des deutschen Erdgases wird in Niedersachsen produziert. Etwa 1 Milliarde € an Investitionen sind derzeit in der Warteschleife, so eine Erhebung des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung. Dadurch seien, so der Verband, gut 20.000 Arbeitsplätze gefährdet. 

Öl und Gas haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt – vor allem in Niedersachsen: Jedes Jahr gehen rund 600 Millionen € als Förderabgaben auf niedersächsisches Öl und Gas an das Land.

 

 

Brauchen auch in Zukunft Öl und Gas

Erdöl ist der wichtigste Grundstoff der chemischen Industrie und steckt in vielen Alltagsgegenständen: in Kleidung und Möbeln, Handys und Computern, Medizin-Produkten und Medikamenten. Erdgas könnte Erdöl auf dem Wärmemarkt zumindest teilweise ersetzen und ist der perfekte Partner der erneuerbaren Energien. Umso wichtiger ist es, mit den Ressourcen bestmöglich und verantwortungsvoll umzugehen. „Deshalb brauchen wir auch in Zukunft die heimische Förderung. Denn die Sicherung unserer Energieversorgung in Deutschland beginnt vor der eigenen Haustür“, so Scheck. 

Um dies zu gewährleisten sind jedoch verlässliche Regelungen notwendig für das seit Jahrzehnten sicher und erfolgreich in Deutschland eingesetzte Hydraulic Fracturing bei so genanntem Tight Gas. „Wir brauchen einen verlässlichen Rechtsrahmen, Zeitrahmen und Planungssicherheit für den künftigen Einsatz der Frac-Technologie in Deutschland. Natürlich unter Berücksichtigung höchster deutscher Sicherheits- und Umweltstandards“, so Scheck. Dabei müssen die etablierte Förderung aus konventionellen Lagerstätten und die Förderung aus Schiefergaslagerstätten getrennt betrachtet werden. Die Förderung von Schiefergas müsse in Deutschland zunächst wissenschaftlich begleitet erprobt werden. Theoretisch könnte durch die Nutzung möglicher Schiefergasvorkommen das Förderniveau in Deutschland für mindestens weitere 100 Jahre gehalten werden.

Beim konventionellen Tight Gas liegen hingegen bereits viele Erfahrungen vor. Die Förderung werde zudem immer mit den neuesten technischen Standards und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickelt. „Sie ist schon heute sicher anwendbar. Dies haben allein in Deutschland über 300 Fracs in den letzten 50 Jahren bewiesen“, sagte Scheck. Daher sei es wichtig, eine versachlichte Debatte zu führen. 

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 80 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2500 Mitarbeiter aus 40 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

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Kontakt: Ulrike Saße

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