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01.04.2014

Innovation ohne RisikoIn einem Pilotprojekt werden Geothermie-Anlagen in alte Erdöl-Förderlöcher gebaut. So können alte Bohrlöcher weiterhin genutzt und lokal Wärme gewonnen werden.

Gibt es das noch, ein Geothermie-Vorhaben, über das sich alle Beteiligten freuen? Im Citroën Autohaus Fischer ist dies der Fall. Der Betrieb heizt fortan mit Erdwärme aus einem stillgelegten Bohrloch der Wintershall, aus dem früher einmal Öl floss.

Es ist das zweite Pilotprojekt dieser Art in der Stadt. Bereits seit über drei Jahren wird das Freizeitbad La Ola ebenfalls geothermisch über ein ehemaliges Erdöl-Förderloch in den Queichwiesen mit Wärme versorgt. Im Gewerbegebiet Queichheim ist der Einstieg in die Unterwelt nur 85 Meter vom Autohaus entfernt.

Eine lange Sonde, gebaut von der Firma Rehau, wurde in das frühere Bohrloch eingebaut. An der Außenseite der Sonde wird Wasser in 800 Meter Tiefe geleitet, dort herrschen Temperaturen um rund 70 Grad. Das Wasser erwärmt sich und fließt im Innenrohr wieder an die Oberfläche. Die Wärme, die nach dem Verlust in den oberen Erdschichten immer noch 46 Grad beträgt, wird direkt, ohne Pumpe, in das Autohaus geleitet. Dort wird es auf 1500 Quadratmetern verglaster Ausstellungsfläche mollig, auch im Fußboden der Werkstatt und des Schauraums. Die Wärme reicht für das ganze Jahr, auch wenn im Winter das Quecksilber mal auf zwölf Grad minus sinkt, was in der Südpfalz ja eher selten vorkommt. Bei diesen Pilotprojekten sitzen drei Partner gemeinsam im Boot: Die Wintershall Holding GmbH besitzt die Nutzungsrechte und -pflichten für ihre Bohrlöcher. Die Energie Südwest AG betreibt die Anlage, trägt die Investitionskosten beim Autohaus waren es 140.000 Euro – und erkauft die Wärme.

Der jeweilige Abnehmer, in diesem Fall der Citroën-Händler, kann mit fixen Energiepreisen für die Dauer von 20 Jahren rechnen. Seit fast 60 Jahren fördert Wintershall rund um Landau Erdöl. Da die Bohrlöcher im Laufe der Zeit immer weniger “schwarzes Gold” zutage bringen und unrentabel werden, müssen sie stillgelegt werden. Nach Angaben von Rainer Ihl, Bereichsleiter für die Förderbetriebe Süd von Wintershall, gibt es etwa 90 verfüllte Bohrlöcher in der Gegend, die für eine Wärmegewinnung in Frage kommen könnten. Theoretisch, denn nicht alle eignen sich für eine wirtschaftliche Ausbeute. Dazu müssen sie recht nah an der Immobilie des Nutzers liegen. Diese Voraussetzung sei zum Beispiel im Gewerbegebiet Nord am Schänzel gegeben. Ein weiteres aufgelassenes Bohrloch liegt mitten in Nußdorf.

Er sei immer stolz darauf, wenn es in der Stadt etwas Innovatives zu vermelden gebe, sagte Thomas Hirsch, Bürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Energie Südwest AG. Um angesichts der aktuellen Debatten um die Erdwärme keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, beeilte sich Hirsch, klarzustellen, dass diese Form der Energiegewinnung nichts zu tun habe mit der Technik, die im Geothermiekraftwerk an der Eutzinger Straße angewendet wird und viel oberflächennäher sei. Die Sonde werde vertikal durch eine bestehende Öffnung in die Erde getrieben, kein Bohrkopf werde schräg über Kilometer durch Gesteinsschichten getrieben, skizzierte Bernhard Mertel, Geschäftsführer der Energie Südwest Projektentwicklungsgesellschaft, einen wichtigen Unterschied. Die Methode soll also nach dem Willen der Beteiligten Zukunft haben. Nicole Julier, die bei der Energie Südwest ihre Diplomarbeit verfasst und die Potenzialanalyse für das aktuelle Projekt erarbeitete, geht davon aus, dass durch Lerneffekte zukünftige Vorhaben dieser Art kostengünstiger umzusetzen seien als bisher und sich schneller amortisieren.

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