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02.06.2015

„Herausforderndes Marktumfeld bietet auch Chancen“
Neuer Vorstandsvorsitzender will Wachstum fortsetzen / Mario Mehren: Wintershall-Strategie hat sich bewährt / Russland ist und bleibt wichtigste Schwerpunktregion

Paris. Der globale Energiemarkt ist im Wandel wie selten zuvor: Der Anstieg der Öl- und Gasproduktion in den USA hat weltweit die Preise für Öl und Gas unter Druck gesetzt und Gewichte auf der Energielandkarte verschoben. Gleichzeitig wird die Erschließung konventioneller Lagerstätten immer schwieriger und verlangt den Energieunternehmen ein Höchstmaß an technologischer Kompetenz ab. „Das ist die neue Realität, darauf müssen wir uns einstellen. Unsere Aufgabe ist es jetzt, auch dann effizient und profitabel zu arbeiten, wenn die Preise niedrig und die Rahmenbedingungen nicht ideal sind“, sagte Mario Mehren heute auf dem größten Branchentreffen, der World Gas Conference (WGC) in Paris. Mario Mehren ist seit dem 1. Juni Vorstandsvorsitzender der Wintershall. Er kündigte auf der Konferenz in Paris an, den Wachstumskurs des Unternehmens fortzusetzen.  

Der Markt biete – mittel- bis langfristig, aber auch im aktuell herausfordernden Umfeld – weiterhin große Chancen. „Wintershall wird sie nutzen. Denn wir sind gut aufgestellt und unsere Strategie bewährt sich auch in einem schwierigen Umfeld“, so Mehren. Wintershall stehe für einen diversifizierten Zugang zu Erdöl und Erdgas. „Darum wird Wintershall weiter in ihren Schwerpunktregionen investieren und weiter an der Quelle wachsen“, kündigte Mehren an. „Wir werden bis 2019 vier Milliarden Euro in den Ausbau der Öl- und Gasaktivitäten investieren.“ Ziel sei es, im Jahr 2018 die Produktion auf rund 190 Millionen Barrel (boe) zu steigern.

Die Basis für seine technologische Expertise und damit den Erfolg hat das deutsche Unternehmen in der Heimat gelegt. „Uns hat die heimische Förderung in Deutschland zu Effizienz gezwungen. Zwischen der Nordsee und den Alpen sind bei der Förderung Ausdauer und Kosteneffizienz gefragt, gepaart mit technologischer Kompetenz und Innovationsstärke. Wir haben eine 120-jährige Rohstoffkompetenz in Deutschland. Das ist die Basis, um im globalen Wettbewerb zu punkten“, sagte Mehren auf der WGC in Paris. Für Europa, so Mehren, bleiben insbesondere für die Versorgung mit Erdgas Russland und Norwegen die wichtigsten Förderregionen.

Norwegen: Engagement ausgebaut

In der Nordsee, insbesondere in Norwegen, hat Wintershall in den vergangenen Jahren ihr Engagement verstärkt. Das Unternehmen hat sich zu einem führenden Produzenten auf dem norwegischen Kontinentalschelf entwickelt und die Tagesförderung in wenigen Jahren von 3.000 boe auf 60.000 boe ausgebaut. Anfang Mai wurde für das eigenoperierte Maria-Feld der Entwicklungs- und Betriebsplan eingereicht. „Als ersten eigenoperierten Fund in Norwegen überführen wir das Maria-Feld in die Produktion“, so Mehren: „Maria zeigt aktuell, dass ein Projekt von der Exploration bis zur Entwicklung auch bei schwieriger Marktlage möglich ist.“ 

Wintershall werde das Engagement in Norwegen weiter ausbauen: dazu zähle auch die Beteiligung am Entwicklungsprojekt Aasta Hansteen. Ende März hat bereits eines der größten Pipelineverlegeschiffe die Arbeit aufgenommen, um die Polarled zu verlegen. Diese Unterwasserleitung soll das Gas aus Aasta Hansteen und den Nachbarfunden an die norwegische Westküste transportieren. Doch ohne Russland gehe es bei der Erdgasversorgung Europas auch künftig nicht.

 

Russland bleibt wichtigste Schwerpunktregion 

„Energiesicherheit gibt es für Europa nur mit Russland“, sagte Mehren:  „Das sind nicht geopolitische, das sind geologische Fakten. Und Russland wird deshalb ein wichtiger Teil der Energieversorgung Westeuropas bleiben.“ Dabei müsse auch klar sein: „Stabilität ist Voraussetzung für eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung.“ So stelle die IEA in einer jüngsten Studie fest, dass russisches Gas den meisten anderen Quellen wirtschaftlich überlegen bleibe. „Wir brauchen also eine enge Kooperation mit den großen Energiefirmen Russlands. Wintershall praktiziert das“, so Mehren.

Seit 25 Jahren arbeiten Wintershall und Gazprom vertrauensvoll zusammen. Die beiden Unternehmen demonstrieren in Sibirien beim Gemeinschaftsprojekt Achimgaz, was sich unter schwierigsten Bedingungen gemeinsam leisten lässt. „Achimgaz ist ein hervorragendes Beispiel für Effizienz, Performance und Innovationsstärke“, so Mehren. Im Jahr 2014 sei die Produktion um über 40 Prozent gesteigert worden, auf 3,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas. „Unsere russischen Joint Ventures produzieren insgesamt 28 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich. Um das anschaulich zu machen: Das entspricht einem Drittel des jährlichen Bedarfs in Deutschland“, so der Wintershall-Vorstandsvorsitzende.

Um dieses Niveau zu halten, wird Wintershall planmäßig bis 2018 in Russland rund 500 Millionen Euro in die bestehenden Projekte Achimgaz, Juschno Russkoje und Wolgodeminoil investieren. „Mit diesen Investitionen setzen wir auf Bestehendes und Bewährtes. Daneben sind wir aber auch offen für weitere Projekte in Russland“, erklärte Mehren in Paris: „Russland ist und bleibt für Wintershall die wichtigste Schwerpunktregion.“

Erfolgreiches Jahr 2014

In den vergangenen zehn Jahren hat Wintershall ihre Öl- und Gasproduktion um durchschnittlich vier Prozent pro Jahr gesteigert. Zum Vergleich: Die globale Produktion ist im gleichen Zeitraum um gerade einmal 1,8 Prozent gewachsen. Auch 2014 konnte die Produktion ausgebaut werden, um 3 Prozent auf 136 Millionen Barrel Öläquivalent. Zudem wurden die sicheren Reserven um 17 Prozent auf 1,7 Milliarden Barrel Öläquivalent erhöht.

2014 hat der Öl- und Gasproduzent zum vierten Mal in Folge einen Gewinn von über einer Milliarde Euro erzielt. „Das ist das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Darauf sind wir stolz“, so Mehren in Paris. Der Jahresüberschuss fiel mit 1,46 Milliarden Euro  lediglich 15 Prozent niedriger aus, als im Vorjahr. 

„Das verdeutlicht: Wir haben die Stellschrauben im Griff, wir sind kosteneffizient und wir verfügen über ein gut diversifiziertes Portfolio“, sagte Mehren. Trotzdem rechnet Wintershall aufgrund des niedrigen Ölpreises mit einem Rückgang des Ergebnisses im Jahr 2015. „Wir müssen mit dem niedrigen Ölpreis leben. Wir können ihn trotz steigender Produktion nicht kompensieren“, so Mehren: „Unser zukünftiger Erfolg verlangt dreierlei: kontinuierliche Investition, Innovation und ein exzellentes Kostenmanagement“, sagte Mehren. 

Zur Sonderseite "Wintershall auf der WGC 2015 in Paris" 

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 80 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2.400 Mitarbeiter aus 40 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent. 

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Kontakt: Michael Sasse

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