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10.02.2015

Heisser Dampf hat noch mehr PotenzialWintershall weitet Dampfflutverfahren in Emlichheim auf weitere Erdölformation aus / Zusätzlich bis zu 500.000 Tonnen Erdöl möglich

Emlichheim. Wintershall setzt am Standort Emlichheim jetzt ein bewährtes Förderverfahren in einer weiteren Erdölformation der Lagerstätte ein: Um mehr Erdöl zu fördern, leitet die BASF-Tochter heißen Dampf auch in den Gildehaus-Sandstein. Bei dem bedampften Sandstein in einer Tiefe von 680 bis 880 Metern handelt es sich um eine Formation der marinen Unterkreide. Er wird erdgeschichtlich dem Hauterive zugeordnet.

„Seit 65 Jahren fördern wir in Emlichheim Erdöl auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Damit das so bleibt und wir auch über das Jahr 2040 hinaus an diesem Standort fördern können, investieren wir weiter“, sagte Andreas Scheck, Leiter von Wintershall Deutschland, anlässlich eines Neujahrsempfangs in Emlichheim. 

Das Erdöl in der Lagerstätte Emlichheim ist zähflüssig und damit schwierig zu fördern. Beim Dampfflutverfahren presst Wintershall 300 Grad heißen Wasserdampf in die Lagerstätte. So wird das Erdöl dünnflüssiger und kann leichter gefördert werden. Die BASF-Tochter, die in Emlichheim rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, wendet dieses Verfahren bereits seit über 30 Jahren erfolgreich im Bentheimer Sandstein an. Die Formation im Gildehaus-Sandstein, auf den das Projekt ausgedehnt wird, liegt darüber.

Bei der jetzt gestarteten Bedampfung der Hauterive-Gesteinsformation leitet Wintershall täglich 60 Tonnen Dampf in die Lagerstätte, um das sehr zähe Öl zum Fließen zu bringen. „ Die ersten Tendenzen sind positiv, aber es ist noch ein weiter Weg“, betont Scheck.

Durch die Bedampfung des Gildehaus-Sandsteins könnten am Standort Emlichheim bis zu 500.000 Tonnen Erdöl mehr gefördert werden. Großer Pluspunkt für die Wintershall-Ingenieure ist die vorhandene Infrastruktur. So können bestehende Bohrungen zur Produktion und Dampfinjektion genutzt werden. 

Erdölfeld Emlichheim: Eines der größten und ältesten in Deutschland 

Das Erdölfeld Emlichheim in der Grafschaft Bentheim ist eines der größten und ältesten in Deutschland. Die erste Bohrung  „Emlichheim 1“ ging im Jahr 1944 in Produktion. Anfang der 50er Jahre erreichte die Förderung einen Höhepunkt und drohte danach deutlich abzufallen. Mit der Entwicklung innovativer Fördertechnologien und dem Einsatz des Dampfflutverfahrens seit 1981 konnte die Lebensdauer signifikant verlängert werden. Wintershall hat den Entölungsgrad der Lagerstätte auf bis zu 50 Prozent gesteigert. In der Regel werden nur etwa 30 bis 35 Prozent des Erdöls aus dem Boden geholt. 

„Wir haben in Emlichheim in den vergangenen 70 Jahren mehr als 10 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Das bestätigt, dass die heimische Förderung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland leistet, sondern auch die Entwicklung von technologischem Know-how ermöglicht. Und das spornt uns zugleich an, diesen Heimvorteil auch in Zukunft konsequent zu nutzen“, sagte Scheck.

Wintershall Deutschland mit Sitz im niedersächsischen Barnstorf ist Zentrum der Wintershall Explorations- und Produktionsaktivitäten. Hier entsteht auch wichtiges Know-how zu modernen Bohr- und Fördertechniken für den Einsatz weltweit. Seit 1930 produziert das Unternehmen heimisches Erdöl. Erdgas wird seit 1951 gefördert. Unter anderem ist Wintershall Betriebsführer der einzigen Gasförderplattform in der deutschen Nordsee (A6-A) und mit 50 Prozent am größten deutschen Erdölfeld Mittelplate vor der Nordseeküste beteiligt. Darüber hinaus wird rund um Barnstorf im Landkreis Diepholz, in Emlichheim (Grafschaft Bentheim), in Landau in der Pfalz sowie in Aitingen/Schwabmüchen bei Augsburg heimische Energie gefördert. Wintershall Deutschland beschäftigt 400 Mitarbeiter. 

 

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 80 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich bewusst auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2500 Mitarbeiter aus 40 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

Kontakt: Mark Krümpel

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