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20.06.2012

Geologische Erforschung von Schiefergas­vorkommen in Nordrhein-Westfalen muss möglich seinUm die Versorgungssicherheit in Deutschland auch weiter zu gewährleisten, muss in der heimischen Förderung auch die Schiefergas-Förderung erforscht werden. Die Debatte um Hydraulic Fracturing erschwert dies jedoch.

Wintershall wendet sich an die neu gewählten Landtagsabgeordneten in Nordrhein-Westfalen.

In den Erlaubnisfeldern „Rheinland“ und „Ruhr“ untersucht Wintershall in Nordrhein-Westfalen mögliche unkonventionelle Erdgasvorkommen, sogenanntes Schiefergas – ohne Tiefbohrungen und Hydraulic Fracturing. „Wir sind davon überzeugt, dass es wichtig und dass es richtig ist, lagerstättenspezifische Forschung zu betreiben. Denn nur, wenn wir unsere Forschung intensivieren, können wir unsere Energie von morgen sichern“, so Joachim Pünnel, Leiter Wintershall Deutschland. Die mit dieser Forschung oft einhergehende Debatte rund um das sogenannte Hydraulic Fracturing enge den Handlungsrahmen jedoch zunehmend ein. „Wir setzen deshalb auf eine NRW-spezifische Erforschung der unkonventionellen Schiefergasvorkommen und sollten diese von den nachgelagerten Förderaktivitäten differenzieren“. Eine fundierte Forschung ist jedoch nur möglich, wenn flache Kernbohrungen zur Entnahme von Gesteinsproben in geringer Tiefe erlaubt sind.

Die Frage nach der tatsächlichen Größe unkonventioneller Erdgasressourcen in Deutschland ist bisher nicht beantwortet, ebenso wenig die Frage, ob diese überhaupt umweltverträglich, sicher und wirtschaftlich gefördert werden können. Wintershall will sich in der hierzu nötigen Forschung engagieren und Antworten liefern – offen, transparent und im Dialog mit Politikern, Behörden und Bürgern. Im Rahmen der laufenden Forschungserlaubnis sind keinerlei Tiefbohrungen und keinerlei Hydraulic Fracturing geplant. Nach den geologischen Voruntersuchungen stehen in einem nächsten Schritt lediglich flache Kernbohrungen an, bei denen Geologen Gesteinsproben aus geringer Tiefe entnehmen. Die daran anschließenden Untersuchungen werden zeigen, ob Spuren von Erdgas vorhanden sind und ob darüber hinaus gehende Planungen überhaupt zu Diskussion stehen. Selbst für die Gesteinsentnahmen muss jede Bohraktivität, die Wintershall plant, separat bei der zuständigen Bergbehörde in Arnsberg beantragt und genehmigt werden.

Hintergrund

Deutschland verfügt über wertvolle, weitere noch nicht erschlossene Gasvorkommen, vor allem in Form von Schiefergas. Die Quantifizierung der Ressourcen von Erdgas in solchen Lagerstätten steht noch am Anfang. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) untersucht derzeit im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums das heimische Gesamtpotenzial von Schiefergas. Auch Wintershall hat hier zunächst erheblichen Forschungsbedarf- und keine übertriebenen Erwartungen. Aber Wintershall will sorgfältig prüfen, welchen Beitrag diese einheimischen Gasvorkommen für die Versorgungssicherheit in Deutschland auch künftig leisten können. „Wir müssen jetzt in Forschung investieren, um die Lage in Europa und Deutschland einschätzen und bewerten zu können“, erläutert Joachim Pünnel, Leiter der deutschen Wintershall-Aktivitäten. Nur auf dieser Basis kann anschließend (frühestens 2013) die Entscheidung getroffen werden, ob eine Förderung von Schiefergas in Deutschland umweltverträglich, sicher und wirtschaftlich möglich ist.

Für den geologischen Erkundungsprozess hat Wintershall von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, die Erlaubnis für die Gebieten “Rheinland” und “Ruhr” erhalten. Sie erstrecken sich über ein Areal von 3.900 km² und liegen zwischen der deutsch-niederländischen Grenze im Westen und dem Sauerland im Osten. „Innerhalb der nächsten Jahre wollen wir die Ressourcen und ihre Chancen vor Ort genau ermitteln. Unsere Aktivitäten sind dabei beschränkt auf geologische Vorerkundungen zur Bewertung des Ressourcenpotenzials möglicher unkonventioneller Lagerstätten in den genannten Gebieten“, so Pünnel. Tiefbohrungen und Frac-Aktivitäten sind hierbei nicht vorgesehen.

Der Fokus der wissenschaftlichen Untersuchungen liegt auf Schieferhorizonten, die an ausgewählten Stellen bereits nah an der Oberfläche zu Tage treten und daher leicht geologisch untersucht werden können. Die Wintershall-Experten befinden sich derzeit in der Planung und Vorbereitung, an welchen Orten diese Gesteinsuntersuchungen erfolgen können. Dabei konzentriert sich die Bewertung auf die Konzession “Ruhr”. Verschiedene Standorte für die Gesteinsentnahme sind jetzt intern sehr sorgfältig analysiert und ausgewählt worden, sie befinden sich außerhalb von Natur-, Wasser- oder Habitatsschutzgebieten. Nun müssen die logistischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen geklärt und das Einverständnis von Dritten (Grundbesitzer) eingeholt werden. Die genauen Orte für die Gesteinsentnahmen werden deshalb erst genannt, wenn diese (derzeit fünf) geplanten Lokationen definitiv feststehen. Das kann jedoch noch bis zum Herbst 2012 dauern. Wintershall wird dann wie gewohnt umfassend und frühzeitig informieren – insbesondere in den Regionen vor Ort.

Erst nach umfangreicher Analyse der Gesteinsproben kann Wintershall ab 2013 verlässlich entscheiden, ob eine Förderung von Schiefergas in Deutschland umweltverträglich, sicher und wirtschaftlich durchgeführt werden könnte. „Erst dann würden wir auch weitere Genehmigungsverfahren für tiefere Bohrungen in Gang setzen – bei voller Transparenz und in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und politischen Instanzen. Jedes mögliche Förderprojekt muss sorgsam analysiert und abgewogen werden. Wir handeln nach der Devise: Was technisch möglich ist, kann erst dann umgesetzt werden, wenn es ökonomisch und ökologisch gleichermaßen sinnvoll ist“, so Pünnel.

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