Wintershall Corporate Website

Wintershall ist weltweit aktiv. Erfahren Sie mehr über unsere Strategie, Projekte und Werte auf unserer Corporate Website.

www.wintershall.com

 

 

Wintershall Deutschland

Wintershall Weltweit
01.03.2017

Ergebnisoffene Forschung in NRW nicht möglichBASF-Tochter kritisiert Einschränkungen für Grundlagenforschung am Industriestandort Nordrhein-Westfalen / Wintershall verzichtet auf wissenschaftliche Erkundung von Schiefergas in den Konzessionen „Rheinland“ und „Ruhr“

Düsseldorf/Kassel. Der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent Wintershall verzichtet in den Erlaubnisfeldern „Rheinland“ und „Ruhr“ in Nordrhein-Westfalen auf den weiteren wissenschaftlichen Erkundungsprozess für Schiefergas. 

Mitte Februar 2017 ist ein neues Fracking-Gesetz in Kraft getreten. Es ermöglicht weiterhin den Einsatz von Hydraulic Fracturing in der traditionellen Erdgasförderung – allerdings unter strengeren Voraussetzungen. In unkonventionellen Lagerstätten sollen hingegen zuerst nur Forschungsprojekte in geringer Zahl möglich sein.

Zur weiteren wissenschaftlichen Erkundung und Grundlagenforschung hatte Wintershall lediglich die Entnahme von Gesteinsproben aus einer Tiefe von bis zu 300 Metern geplant – ohne Tiefbohrungen oder Fracking. Dies ist auch nach neuster Rechtslage genehmigungsfähig. Die Bezirksregierung Arnsberg lehnte eine Verlängerung der Erlaubnisse „Ruhr“ und „Rheinland“ Ende Januar 2017 dennoch ab und begründete dies selbst offiziell damit, „ein Zeichen setzen zu wollen“. 

„Es ist bedauerlich, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Expertise bei dieser Entscheidung so wenig Gewicht erhalten und somit ergebnisoffene Forschung am Industrie- und Wissenschaftsstandort NRW politisch blockiert wird. Eigentlich kann es sich Deutschland nicht leisten, Wissen zu blockieren“, kritisierte Bachmann. 

„Es geht uns bei den unkonventionellen Ressourcen in Deutschland um Grundlagenforschung. Wir wollen zunächst feststellen, was im Untergrund vorhanden ist. Denn in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland müssen wir uns die Frage stellen, welche Ressourcen uns in Zukunft noch zur Verfügung stehen“, so Bachmann. Wintershall werde eine Verlängerung der Erlaubnisfeldern „Rheinland“ und „Ruhr“ dennoch nicht weiterverfolgen. 

Das vom Bundestag im Sommer 2016 verabschiedete und nun vollständig in Kraft getretene Regelungspaket Fracking sieht vor, dass im Jahr 2021 das grundsätzliche Verbot von Hydraulic Fracturing in unkonventionellen Lagerstätten nach einer Pilotphase nochmals zu überprüfen ist. Zum jetzigen Zeitpunkt könne das Bergamt noch gar nicht die Haltung der Landesregierung zu Fracking-Projekten in vier Jahren vorwegnehmen, so Bachmann zu der ablehnenden Entscheidung der Bergbehörde. Stattdessen sollte der Fokus jetzt darauf gerichtet werden, diese im Gesetz verankerten bis zu vier Pilotprojekte möglich zu machen – wissenschaftlich begleitet, transparent und unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder, sagte Bachmann.

Auch das Fracking-Verbot im NRW-Landesentwicklungsplan, auf das sich die Bezirksregierung Arnsberg bei ihrer Entscheidung beruft, ist nach einem vom Bundesverband Erdgas, Erdöl, Geoenergie (BVEG) in Auftrag gegebenen Gutachten rechtswidrig. Es verstößt gegen die verfassungsrechtliche Kompetenzordnung, da das Fracking-Verbot unzulässig in den Zuständigkeitsbereich des Fachrechts (Wasserhaushalt, Naturschutz und Landschaftspflege, Bergrecht) eingreift.

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 85 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter aus 50 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent. 

Wintershall. Wir fördern Zukunft.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wintershall.de oder folgen Sie uns auf Twitter, Facebook und Youtube.

Kontakt: Stefan Leunig

Aktuelle News

03.01.2019 Wintershall bereitet neue Bohrung in Emlichheim vor

Ehemaliges Erdölfeld soll wieder erschlossen werden

03.01.2019 Testmessungen im Erdölfeld Emlichheim

Die Auslage der Geophone beginnt voraussichtlich ab dem 8. Januar

02.01.2019 Arbeiten an der Bohrung Düste Z10

Wintershall führt im Januar 2019 weitere Wartungsarbeiten an der Bohrung Düste Z10 im Südwesten außerhalb der Ortschaft Barnstorf durch.

19.12.2018 Wintershall fördert in Emlichheim die 11-millionste Tonne Erdöl

Die Erdölproduktion in der Grafschaft Bentheim gehört zu den größten und traditionsreichsten Produktionen in Deutschland.

30.11.2018 Barnstorfer Know-how kommt weltweit zum Einsatz

Wintershall eröffnet neues Technologiezentrum / Festakt mit Wirtschaftsminister