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12.04.2017

Deutschlands Erdöl- und Erdgasreserven schrumpfen weiterNeuer Bericht zu Erdöl und Erdgas veröffentlicht

Die heimischen Erdöl- und Erdgasreserven sowie die Produktion von Erdöl und Erdgas in Deutschland sind im vergangenen Jahr gesunken. Das ist das Ergebnis des aktuellen Berichts „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2017“, den das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) jetzt veröffentlicht hat.

Erdöl

Die erwarteten Erdölreserven in Deutschland betrugen am Stichtag (1. Januar 2017) 31,8 Milli-onen Tonnen und liegen damit um 2,1 Millionen Tonnen unter denen des Vorjahres (-6,2 %). Ursache sind laut Erdölindustrie die aus den Lagerstätten entnommenen Fördermengen und der anhaltend niedrige Ölpreis.

Nach wie vor lagern die meisten der sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven in Nord-deutschland. Der Anteil Schleswig-Holsteins mit seinem Feld Mittelplate stieg dabei gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % auf 50,8 %. Der Reservenanteil von Rheinland-Pfalz mit dem Feld Rö-merberg fiel in 2016 um 2 % auf 24,9 %. Niedersachsen mit seinen traditionellen Ölfeldern be-legt mit einem Anteil von 21,1 % (-3,6 %) den dritten Platz.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 2,36 Millionen Tonnen Erdöl geför-dert. Das ist ein Förderrückgang von rund 60.000 Tonnen bzw. 2,4 % gegenüber 2015. Die heimische Förderung trug im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 2,2 % zum deutschen Erdölverbrauch bei.

Erdgas

Die heimischen Rohgasreserven betrugen am 1. Januar 2017 rund 70,1 Milliarden Kubikmeter und lagen damit um 4,3 Milliarden Kubikmeter unter denen des Vorjahres (-5,8 %). Nieder-sachsen ist hier mit 98,2 % der Reserven (-0,1 %) Spitzenreiter.

Insgesamt förderte die heimische Erdgasindustrie im vergangenen Jahr 8,6 Milliarden Kubik-meter Rohgas. Das entspricht einem Förderrückgang von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die stetige Abnahme der Reserven sowie der Produktion ist auf die zunehmende Erschöpfung der deutschen Lagerstätten zurückzuführen. Außerdem blieben nennenswerte Neufunde aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 produzierte Deutschland noch 9,3 Milliarden Kubikmeter, 2014 rund 10,1 Milliarden Kubikmeter und 2006 waren es mit rund  20 Milliarden Kubikmetern Rohgas noch mehr als doppelt so viel.
 
Etwa 8,3 % des 2016 in Deutschland verbrauchten Erdgases stammt aus heimischen Quellen. Davon wurden 94,2 % (-0,5 %) in Niedersachsen produziert.

Zum Reservenbericht der LBEG

Hintergrund „Reserven“:
Bei Reserven handelt es sich um Rohstoffmengen in bekannten Lagerstätten (hier Erdöl und Erdgas), die unter den gegebenen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen gewinnbar sind.

Das LBEG erfasst jährlich die Erdöl- und Erdgasreserven der Förderfelder in der Bundesre-publik Deutschland. Die Reserven werden auf der Grundlage internationaler Standards ermit-telt und beruhen auf den Meldungen der in Deutschland operierenden Erdöl- und Erdgasunter-nehmen.

Hintergrund „Ressourcen“:
Bei Ressourcen handelt es sich um Rohstoffmengen in bekannten Lagerstätten (hier Erdöl und Erdgas), die derzeit wirtschaftlich oder technisch nicht förderbar sind.

Kontakt:
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0511 - 643 30 86
E-Mail: info[at]lbeg.niedersachsen.de
Internet: www.lbeg.niedersachsen.de

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