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06.09.2016

„Der Wirtschafts­motor Bayern läuft auf Erdgas“Nach Atomausstieg 2022 fehlen in Bayern bis zu 4 Gigawatt an Grundlast / Erdgas zur Stromerzeugung als pragmatische Lösung / Bestehende Gas-Pipelines aus dem Norden könnten Alternative zu neuen Stromtrassen sein

München. Auf die essenzielle Bedeutung einer sicheren Erdgasversorgung für den Wirtschaftsstandort Bayern hat Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender der Wintershall, auf dem Deutschen Energiekongress in München hingewiesen. „Spätestens 2022 bekommt Bayern ein Problem mit der Stromversorgung“, sagte Mehren. „Wenn dann die letzten deutschen Atomkraftwerke in Bayern vom Netz gehen, fehlen hier bis zu 4 Gigawatt an Stromerzeugung. Die Erneuerbaren können das nicht ersetzen. Jedenfalls nicht zu bezahlbaren und verantwortlichen Preisen.“ Erdgaskraftwerke, die das Stromnetz dann stabilisieren könnten, seien bislang nicht ausreichend in Betrieb.

Der Freistaat bezieht rund 48 Prozent seines Stroms aus der Kernenergie (Quelle: Energieatlas Bayern). Bis Ende 2022 wird Bayern die drei noch in Betrieb befindlichen Atommeiler abschalten müssen und wird danach einen großen Anteil seines Strombedarfs importieren müssen. Nach Planung des Bundeswirtschafts-ministeriums soll Strom aus Erneuerbaren – vor allem aus den großen Windparks im Norden Deutschlands – die Energieversorgung im Süden sichern. Der Leitungsausbau über mehrere Bundesländer läuft allerdings deutlich langsamer als von der Bundesregierung geplant. Die neuen zumeist oberirdisch verlaufenden „Stromautobahnen“ sind in der Bevölkerung umstritten. „Die Energieversorgung alleine durch die Erneuerbaren zu decken, wäre auch zu teuer und zu unzuverlässig“, so Mehren.

Die mögliche Lösung: Ein verstärkter Einsatz von Gaskraftwerken in Bayern, die  flexibel und klimaschonend, insbesondere zu wind- und sonnenschwachen Zeiten, Strom erzeugen. Noch fehlt aber ein klares Regelwerk, das etwa Gaskraftwerken für ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit eine längerfristige wirtschaftliche Perspektive bietet. „Wir wären gut beraten, langfristige Lösungen zu finden. In ein paar Jahren, wenn die Atomkraft aus dem Markt geht, werden wir gesicherte Kapazitäten zur Stromerzeugung brauchen“, erklärte Mehren. Die bayerische Landesregierung geht unterdessen bereits davon aus, dass der Anteil von Erdgas bei der Stromerzeugung im Freistaat von 8,9 Prozent (2014) bis zum Jahr 2025 auf bis zu 23 Prozent ansteigt.

Neben künftiger Stromerzeugung hat Erdgas für den Wirtschaftsstandort Bayern schon heute hohe Bedeutung. „Der Wirtschaftsmotor Bayern läuft auf Erdgas“, sagte Mehren auf der Münchner Energiekonferenz. Ein Drittel des Energieverbrauchs im verarbeitenden Gewerbe in Bayern wird derzeit mit Erdgas abgedeckt, Tendenz weiter steigend. Rund 20 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Bayern entfällt auf Erdgas. Und auch in den privaten Haushalten vertrauen die Bayern für die Zukunft auf den klimaschonenden Energieträger: Knapp jeder zweite entstehende Neubau in Bayern setzt weiterhin auf Erdgas.

Die Versorgung mit dem umweltschonenden Energieträger ist sicher: Bayern hat eine gute Erdgasinfrastruktur, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Und im Unterschied zum umstrittenen Bau von Stromtrassen aus dem Norden sind bereits zusätzliche Erdgas-Pipelines nach Süddeutschland verlegt. Bereits 2011 haben die BASF-Tochter Wintershall und die russische Gazprom gemeinsam über eine Milliarde Euro in den Bau der 470 Kilometer langen Erdgas-Pipeline OPAL von Greifswald an der Ostseeküste bis an die tschechische Grenze investiert. Über die 2013 in Betrieb genommene tschechische Pipeline „Gazelle“ kann so Erdgas direkt aus Russland nach Süddeutschland transportiert werden.

Doch bislang hat die EU-Kommission die geplante Nutzung der vollen OPAL-Kapazitäten (36 Milliarden Kubikmeter) nicht genehmigt. Deshalb kann zurzeit nur die Hälfte der Leitung genutzt werden. „Brüssel sollte die geplante Vollauslastung der deutschen Pipeline nicht länger blockieren“, forderte der Wintershall-Vorstandsvorsitzende in München. Möglichst noch vor dem Winter, hofft Mehren, solle es zu einer Freigabe kommen.

Die Anbindung an die Ostsee-Pipeline Nord Stream über die OPAL erhöhte auch maßgeblich die Versorgungssicherheit Bayerns und Baden-Württembergs. Bislang erhält der Süden Deutschlands russisches Erdgas im Transit durch die Ukraine über die Tschechische Republik und Österreich. „Natürlich muss die EU auf Entwicklungen in der Ukraine reagieren. Doch neben außenpolitischem Kalkül darf wirtschaftliche Vernunft nicht außer Acht gelassen werden. Augenmaß ist gefragt, sonst verspielen wir das hohe Gut der Versorgungssicherheit für Deutschland.“

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Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 85 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Wintershall konzentriert sich auf ausgewählte Schwerpunktregionen, in denen das Unternehmen über ein hohes Maß an regionaler und technologischer Expertise verfügt. Dies sind Europa, Russland, Nordafrika, Südamerika sowie zunehmend auch die Region Middle East. Durch Exploration und Produktion, ausgewählte Partnerschaften, Innovationen und technologische Kompetenz will das Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen. Wintershall beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter aus 50 Nationen und ist heute der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent.

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Kontakt: Michael Sasse

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