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15.05.2017

Bodenuntersuchung Förderplatz Barrien 2TDie Auswertung einer orientierenden Bodenuntersuchung durch das LBEG ergab im Umfeld des Wintershall-Förderplatzes Barrien 2T bei einer von insgesamt zehn Proben einen Quecksilbergehalt von 8,14 mg/kg.

Die Auswertung einer orientierenden Bodenuntersuchung durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ergab im Umfeld des Wintershall-Förderplatzes Barrien 2T in der Gemeinde Weyhe bei einer von insgesamt zehn Proben einen Quecksilbergehalt von 8,14 mg/kg.  Sie überschreitet damit den nach Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung geltenden sogenannten Maßnahmenwert für Grünland im Oberboden (0-10 Zentimeter).

Für Flächen, auf denen landwirtschaftliche Nutzung (Grünland) stattfindet liegt der Maßnahmenwert bei 2,0 Milligramm Quecksilber pro Kilogramm Boden. Auf Kinderspielplätzen liegt der Maßnahmenwert nach Bodenschutzverordnung bei 10 Milligramm Quecksilber pro Kilogramm. Bis zu diesem Wert geht der Gesetzgeber davon aus, dass auch für im Boden buddelnde Kinder keine gesundheitliche Gefahr besteht.

Grund für den erhöhten Wert einer  Bodenprobe aus dem Umfeld des Platzes an der Barrien 2T könnte ein Unfall in den 60er Jahren sein, bei dem Erdgas unkontrolliert ausgetreten war – wobei der Quecksilbergehalt im Barrien-Erdgas gering ist. Das bedeutet, dass Quecksilber für eine weitere Verwertung des Gases nicht herausgefiltert werden muss. Es ist demnach auch möglich, dass die Bodenveränderungen nicht im Zusammenhang mit der Erdgasförderung stehen.

Erste Vergleichsmessungen konnten den an einer Bodenprobe gemessenen Wert von 8,14 mg/kg bisher nicht bestätigen und liegen auf deutlich niedrigerem Niveau.

Trotzdem hat Wintershall bereits eine Detailuntersuchung durch ein unabhängiges Gutachterbüro veranlasst. Außerdem wird Wintershalll in enger Abstimmung mit dem LBEG die Quecksilbermessungen bewerten. Dies wird auch zeigen, welche weiteren Schritte in der Folge eingeleitet werden müssen. Die Untersuchungen erfolgten auf Basis der Vorgaben des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG). Ziel der Untersuchung war eine Überprüfung möglicher Umweltauswirkungen durch die Erdgasförderung auf Böden und Sedimente im Umfeld der Erdgasförderstandorte.

Die Bohrung Barrien 2T wurde 1964 abgeteuft. Bis heute hat Wintershall hier rund 850 Mio. Kubikmeter gefördert.

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